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Viele Azubistellen im Handwerk frei

26.08.2019 - Das Handwerk hat volle Auftragsbücher - und bietet jungen Menschen Zukunftschancen. Doch nach wie vor leidet es unter einem Imageproblem - daran soll auch die «Woche der Berufsbildung» etwas ändern.

  • Volker Wissing (FDP). Foto: Andreas Arnold/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Volker Wissing (FDP). Foto: Andreas Arnold/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz (dpa/lrs) - Angesichts der Nachwuchssorgen vieler Betriebe nimmt die «Woche der Berufsbildung» (2. bis 6. September) in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr das Handwerk in den Fokus. In den Köpfen vieler Menschen gelte der Ausbildungsweg über eine Hochschule noch immer als der bessere, sagte Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) am Montag in Mainz. Dabei biete das Handwerk die Aussicht auf sichere Beschäftigung. Laut Ministerium sind derzeit im Handwerk noch rund 2500 Auszubildendenstellen unbesetzt. Abgeschlossen wurden bis Ende Juli rund 6000 Ausbildungsverträge.

Nach Angaben des Sprechers der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern (HwK), Kurt Krautscheid, bewege sich die Zahl der Azubis in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Da ein Drittel der Betriebsinhaber im Handwerk Mitte 50 oder älter sei, böten sich im Handwerk gute Zukunftschancen für den Nachwuchs.

Zuletzt hatte die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern (IHK) von einer steigenden Zahl nicht besetzter Ausbildungsstellen in gewerblichen Berufen berichtet - und auch bemängelt, dass viele Schüler mit Defiziten in die Arbeitswelt starteten. Krautscheid sah das nicht so negativ; in Betrieben würden unter anderem auch individuelle Nachhilfen organisiert.

Wissing sagte, das Handwerk in Rheinland-Pfalz erwirtschafte einen Umsatz von rund 29,3 Milliarden Euro. Etwa 52 000 Betriebe beschäftigen rund 266 000 Menschen. Im Vergleich dazu komme die Automobilbranche im Land auf etwa 60 000 Mitarbeiter.

Mit verschiedenen Programmen werde darauf hingearbeitet, dass junge Menschen eine «fundierte und klischeefreie Berufsentscheidung» treffen, sagte der Minister. Dazu zählten Erasmus+, das Azubis Auslandsaufenthalte ermögliche, oder auch Ausbildungsbotschafter. Das sind Azubis, die nach einer mehrtägigen Schulung ihre Berufe beispielsweise an Schulen oder auf Jobbörsen vorstellen. Sie gibt es seit Mai bei der Handwerkskammer Pfalz und seit Juni in Rheinhessen. Koblenz soll im September dazu kommen, Trier dann im Frühjahr 2020.

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