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Von Greta bis Groko: Viel Politik in der Fastnacht erwartet

17.02.2020 - Mit einer vollen Breitseite auf die Politik rechnen Fachleute wie Rainer Holzhauser bei der diesjährigen Fastnacht. Die Narren werden sich wohl auch die Klimadiskussion vorknöpfen. Bei manchen Themen bleibe einem das Lachen aber im Halse stecken, meint der Insider.

  • Der Fastnacht-Experte Rainer Holzhauser. Foto: Holzhauser/Privat/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Fastnacht-Experte Rainer Holzhauser. Foto: Holzhauser/Privat/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Speyer (dpa/lrs) - Die schwedische Klimaschützerin Greta Thunberg und US-Präsident Donald Trump sind nach Ansicht des Fastnacht-Experten Rainer Holzhauser dankbare Figuren für die diesjährigen Büttenreden und Motivwagen. «Das unbeugsame Mädchen gegen den Klimawandelleugner aus Amerika - das ist sicherlich eine Beachtung wert», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Auch das umstrittene «Umweltsau»-Lied des WDR-Kinderchors könne ein prominentes Thema werden. «Normalerweise greifen Narren einen Generationenkonflikt, der die Gesellschaft spaltet, nicht auf», betonte Holzhauser. «Da es aber in den sozialen Medien herumgeistert, wird es sehr wohl ein Thema werden. Es wird aufkochen in den Bütten dieses Landes und auf den Mottowagen in den Umzügen.»

Holzhauser ist Ehrenmitglied und war langjähriger Pressereferent der Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalvereine in Speyer. Die Organisation mit etwa 85 000 Mitgliedern gilt als zweitgrößter Landesverband von Karnevalsvereinen im Bund Deutscher Karneval.

Für Innenpolitik sieht Holzhauser im aktuellen Karneval durchaus Bedarf. «Die Doppelspitze der SPD und die CDU-Geheimwaffe Friedrich Merz, FDP-Chef Christian Lindner im Debakel in Thüringen sowie die Grünen auf Brautschau und CSU-Chef Markus Söder auf der Bundeskanzler-Ersatzbank - hier wird sich der Narr bedienen.»

Insgesamt erwartet der Buchautor wieder eine bunte Themen-Vielfalt. «Deutschland vom Autostandort zum E-Scooter-Eldorado, der Brexit, der festgeklebte Trump - also Amtsenthebungsversuche ohne Wirkung - sowie Australien in Flammen und das Coronavirus. Das alles ist zwar erwähnenswert, aber keinesfalls lustig. Hier wird - wenn überhaupt - mit dem erhobenen Zeigefinger gearbeitet», sagte Holzhauser.

Ein weiteres mögliches Thema sei das umstrittene Bonsystem für Kleineinkäufe. «Da die Büttenschreiber und Wagenbauer bis kurz vor dem Einsatz noch Themen sammeln, könnte das eine oder andere aktuelle Ereignis kurzfristig Eingang finden», meinte Holzhauser. Als Beispiele nannte er den Verzicht von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer auf Parteiführung und Kanzlerkandidatur sowie die Kämpfe potenzieller Nachfolger wie Armin Laschet und Jens Spahn.

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