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Vorerst keine Sender für Störche in der Südpfalz

24.01.2020 - Bornheim (dpa/lrs) - Die Störche im südpfälzischen Bornheim werden vorerst nicht mehr mit Sendern zur Beobachtung ihrer Wanderung ausgestattet. Nach fünf Jahren pausiere das Projekt, sagte Jessica Lehmann vom Storchenzentrum Rheinland-Pfalz. «Da es sich um ein Wissenschaftsprojekt der Vogelwarte Radolfzell handelt, das als Tierversuch deklariert wird, bedarf es einiger Genehmigungen. Diese laufen nun aus.» Mit der bisher gewonnenen Datenmenge ließen sich aber viele Fragen über die Klapperschnäbel beantworten.

  • Ein Storch steht auf einem Ast. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Storch steht auf einem Ast. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Es ist möglich, dass es in einigen Jahren ein Besenderungsprojekt mit einer anderen Fragestellung geben werde, sagte Lehmann. «Erschreckend war und ist die Zahl der Verluste», betonte sie. «Wenn man bedenkt, dass 70 Prozent der Jungstörche im ersten Jahr sterben, ist das schon erstaunlich. Für unser Besenderungsprojekt lag die Ausfallquote teilweise sogar noch höher. Von mehr als 100 besenderten Störchen leben nur noch 19 Exemplare.» Als Todesfalle für die majestätischen Vögel gelten unter anderem Stromleitungen.

Lehmann beklagte auch die Gefahr durch Müll für die Vögel. «Leider nehmen wir vermehrt wahr, dass der Storch als Nahrungsopportunist Dinge frisst, die nicht in sein natürliches Spektrum fallen - hierzu zählen Schlachtabfälle und Gummibänder.» Solange sich Menschen zwar über Abfall in der Natur ärgerten, diesen aber nicht entsorgten, ändere sich nichts. «Ein Anprangern hilft keinem. Wir setzen hier auf aktive Aufklärung - gerade auch bei Kindern.» Es geht etwa um Gummibänder, die der Vogel riskanterweise für Würmer hält.

Ob 2020 ein so gutes Storchenjahr wie 2019 werde, bleibe abzuwarten. «Auch 2019 gab es viele Nester, in denen wegen der Regenperiode im Mai viele Junge an Unterkühlung starben», sagte Lehmann. Träger des Storchenzentrums ist die vor mehr als 20 Jahren gestartete Aktion PfalzStorch, die eine zentrale Rolle bei der Wiederansiedlung spielt. Lange galt der Weißstorch in Rheinland-Pfalz als ausgestorben.

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