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Wegen Trennung von Ehrmann: Fan-Petition in Kaiserslautern

24.02.2020 - «Unsere Legende entlässt niemand» - Fans des 1. FC Kaiserslautern wollen die Trennung von Torwart-Idol Gerry Ehrmann nicht hinnehmen. Vor dem Derby am Samstag bei Waldhof Mannheim hat der Fritz-Walter-Club eine nächste große Baustelle.

  • Kaiserslauterns Torwarttrainer Gerry Ehrmann steht am Spielfeldrand. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kaiserslauterns Torwarttrainer Gerry Ehrmann steht am Spielfeldrand. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kaiserslautern (dpa/lrs) - Nach der Freistellung von Torwarttrainer Gerry Ehrmann schlagen dem 1. FC Kaiserslautern heftige Proteste entgegen. Die Fans des Fußball-Drittligisten wehren sich vehement gegen den Rauswurf des Publikumslieblings. In einer Online-Petition mit dem Titel «Gerry Ehrmann bleibt beim FCK» unterschrieben bis am Montagnachmittag über 3500 Personen.

Weiter heißt es da: «Unsere Legende entlässt niemand - er ist der FCK!» Zudem wird der Verein massiv in den sozialen Netzwerken kritisiert. «Ohne Gerry kein FCK!!! Schommers raus! Schämt euch!» - ein Plakat mit diesen Worten hing zudem vor der Geschäftsstelle des krisengeplagten Traditionsclubs auf dem Betzenberg.

Die Pfälzer hatten am Sonntag bestätigt, dass Torwart-Idol Ehrmann gehen muss. Der Keeper absolvierte zwischen 1984 und 1998 über 300 Spiele für den FCK, wurde mit den Pfälzern 1990 Pokalsieger und ein Jahr darauf deutscher Meister. Seit 1996 war Ehrmann als Torwarttrainer auf dem Betzenberg aktiv und verhalf Torhütern wie Kevin Trapp, Tim Wiese und Roman Weidenfeller zu einer Bundesliga- beziehungsweise Nationalmannschafts-Karriere.

In Fankreisen genoss der 61-Jährige seit jeher Kultstatus. «Außer Ehrmann könnt ihr alle gehen!», hallte es in Krisenzeiten regelmäßig von den Tribünen.

Nach dpa-Informationen hatte sich Ehrmann mit Trainer Boris Schommers überworfen. «Das ist ein rein persönliches Ding zwischen ihm und mir. Wenn es nicht mehr geht, dann geht es eben nicht mehr», sagte Ehrmann der «Rheinpfalz». «Es wird jetzt hier keine dreckige Wäsche gewaschen. Es geht ja nicht um mich, sondern den Verein.» Beleidigt habe er niemanden: «Das ist weit davon entfernt.»

Doch Schommers ist nicht der erste Trainer, der im Umgang mit Ehrmann seine Probleme hatte. «Tarzan», wie das Lauterer Urgestein aufgrund seiner muskulösen Statur genannt wird, sagte stets seine Meinung und reagierte zuweilen sehr emotional. Aufgrund seines Stellenwerts - sportlich wie bei den Fans - galt er jedoch als unantastbar.

Am Sonntag beendete Schommers noch während der Trainingseinheit die Zusammenarbeit. «Der Verein sah sich nach einer Reihe von internen Vorkommnissen, die eine zielgerichtete und teamorientierte Zusammenarbeit zum Wohle des Vereins nicht mehr möglich machen, zu diesem Schritt gezwungen», erklärte dann der FCK.

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