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Bombe in Koblenz problemlos entschärft

18.10.2020 - In Koblenz ist eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Am Morgen mussten Tausende Anwohner ihre Wohnungen und Häuser vorsorglich verlassen.

  • Vor der Entschärfung einer Fliegerbombe warten Fahrzeuge des Rettungsdienstes vor einem Krankenhaus, um Patienten zu evakuieren. Foto: Thomas Frey/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Vor der Entschärfung einer Fliegerbombe warten Fahrzeuge des Rettungsdienstes vor einem Krankenhaus, um Patienten zu evakuieren. Foto: Thomas Frey/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Häuser und Wohnungen evakuiert, der Bahnverkehr eingestellt und der Luftraum gesperrt: In Koblenz ist eine 500 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg von dem Kampfmittelräumdienst entschärft worden. Zuvor mussten rund 5000 Anwohner ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Zusätzlich wurden Straßen abgesperrt und zwei Buslinien umgeleitet. Ein Polizeihubschrauber hat nach Angaben der Stadt das Sperrgebiet aus der Luft beobachtet.

Einsatzkräfte kontrollierten ab 9.00 Uhr, ob alle Wohnungen geräumt waren, wie die Stadt mitteilte. Insgesamt seien 516 Kräfte im Einsatz gewesen. Auch ein Seniorenheim, ein Schwimmbad, die Moselbahnstrecke, die Bundesstraße 9 und der Hauptfriedhof lagen im Sperrgebiet. In rund 70 Transporten seien kranke oder mobilitätseingeschränkte Menschen in Sicherheit gebracht worden. Nach Angaben der Stadt begaben sich bis zum Vormittag 38 Anwohner in vorsorglich eingerichtete Betreuungsstellen.

Der Sprengkörper war am Dienstag vergangener Woche bei Bauarbeiten für einen kleinen Supermarkt im Koblenzer Stadtteil Goldgrube entdeckt worden. Der Stadtverwaltung zufolge fehlte der Heckzünder, der Frontzünder war aber noch intakt. Ursprünglich war geplant, dass rund 15 000 Anwohner in einem Sicherheitsradius von 1000 Metern um die Fundstelle ihre eigenen vier Wände verlassen müssen. Dann hätten beispielsweise auch ein Gefängnis und der Hauptbahnhof im Sperrgebiet gelegen.

Doch der Radius wurde später auf 500 Meter verkleinert. Möglich machte dies ein spezieller Splitterschutz für die Entschärfung durch den Kampfmittelräumdienst. Es wurden zwölf Übersee-Container in drei Reihen übereinander gestapelt und mit Wassertanks schwer beladen. Die Container wurden miteinander vertäut und u-förmig um den Blindgänger gestellt, um eine Barrikade für den Fall eines Unfalls zu haben.

Die letzte große Evakuierung wegen eines Blindgängers in Koblenz liegt drei Jahre zurück. Damals mussten 21 000 Menschen ein Gebiet mit einem Radius von einem Kilometer verlassen. Experten schätzen, dass im Zweiten Weltkrieg rund ein Zehntel der über Deutschland abgeworfenen Bomben nicht explodiert ist.

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