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Weniger Ausbildungsstellen im Saarland gemeldet

25.06.2020 - Die Corona-Krise schlägt sich auch im Saarland auf den Ausbildungsmarkt nieder: Im Mai seien mit 5681 Ausbildungsstellen rund 14 Prozent weniger als im Vorjahresmonat gemeldet gewesen, teilte die saarländische Landesregierung auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Jochen Flackus (Linke) mit. Grund für den Rückgang könne auch eine Zeitverzögerung bei der Meldung der Stellen durch die Betriebe aufgrund der Pandemie sein.

  • Jochen Flackus (Die Linke) steht bei einem Landesparteitag. Foto: picture alliance / Oliver Dietze/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Jochen Flackus (Die Linke) steht bei einem Landesparteitag. Foto: picture alliance / Oliver Dietze/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Zahl der Bewerber sank auch - und zwar um gut vier Prozent auf 4076. Auch hier, hieß es in der Antwort der Landesregierung, könnte Corona mit ursächlich sein. Die in der Pandemie veränderte, digitale Form der Beratung stelle für manche Jugendliche zusätzlich eine Hürde bei der Suche nach dem richtigen Arbeitsplatz dar. Von den Ende Mai angebotenen Stellen seien bislang knapp 57 Prozent nicht besetzt.

In der Pandemie mussten etliche Betriebe nach Verordnungen vorübergehend schließen. Nach Aussagen der saarländischen Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer gab es aber bislang keinen Ausbildungsbetrieb, der allein aufgrund der Corona-Pandemie seinen Betrieb dauerhaft einstellen musste.

Am Mittwoch hatte das Bundeskabinett beschlossen, dass kleine und mittelständische Firmen, die trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten in Corona-Zeiten ihre Ausbildungsplätze erhalten oder sogar ausbauen, staatliche Prämien bekommen sollen. Vorgesehen sind außerdem Zahlungen für Unternehmen, die Azubis von anderen Firmen übernehmen, wenn diese pandemiebedingt Insolvenz anmelden müssen. Die Prämie soll helfen, Ausbildungsplätze in der Krise zu erhalten. Die Kosten werden auf 500 Millionen Euro geschätzt.

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