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Weniger Telefon- und Internetanschlüsse überwacht

22.01.2020 - Bonn/Saarbrücken (dpa/lrs) - Im Saarland sind 2018 weniger Telefon- und Internetanschlüsse überwacht worden als im Jahr zuvor. Die Zahl der überwachten Anschlüsse sei um 17,9 Prozent zurückgegangen, teilte das Bundesamt für Justiz am Mittwoch in Bonn mit. 2018 wurden demnach 105 Telefon- und Internetanschlüsse überwacht - im Rahmen von insgesamt 59 Ermittlungsverfahren. 2017 waren es noch 80 Verfahren gewesen, bei denen Maßnahmen zur Überwachung der Telekommunikation angeordnet wurden.

  • Ein Netzwerkkabel steht in einer Buchse an einem Router. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Netzwerkkabel steht in einer Buchse an einem Router. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit Abstand am häufigsten - in 71 Fällen - wurde die Telekommunikation in Verfahren zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz überwacht. Zur Aufklärung von Straftaten gegen die persönliche Freiheit wurden sieben Anschlüsse überwacht, wegen mutmaßlichen Bandendiebstahls waren es sechs. Raub und Erpressung standen in fünf Fällen im Fokus, Mord und Totschlag in einem Fall.

Bundesweit ordneten Gerichte in 2018 laut Mitteilung in 5104 Verfahren die Überwachung von Festnetz-, Mobilfunk- und Internetanschlüssen an. Dies sei ein Rückgang um 9,3 Prozent, hieß es. Die Zahl der Überwachungsanordnungen, die in den Verfahren ergingen, stieg demnach aber um 4,4 Prozent auf 19 474.

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