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Wissing fordert mehr Information über Kerosin-Ablässe

19.09.2019 - Mainz (dpa/lrs) - Nach dem jüngsten Fall des Notablassens von Flugzeugtreibstoff über dem Pfälzerwald hat der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) mehr Informationen zu solchen Fällen gefordert. Noch immer stehe eine «aktive Unterrichtung» der betroffenen Länder durch den Bund aus, sagte er am Donnerstag im Landtag in Mainz. Aufgelistet werden solche Vorfälle seit dem vergangenen Jahr auf der Internetseite des Luftfahrtbundesamtes. Zu dem Vorfall vom 16. September steht dort beispielsweise, dass eine zivile Maschine über der östlichen Pfalz 30,0 Tonnen abgelassen hat. In der Spalte zu Gründen heißt es: «keine Angaben».

  • Die Abgeordneten sitzen im rheinland-pfälzischen Landtag auf ihren Plätzen. Foto: Andreas Arnold/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Abgeordneten sitzen im rheinland-pfälzischen Landtag auf ihren Plätzen. Foto: Andreas Arnold/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wissing sagte, vorhandene Informationen müssten weitergereicht werden. So lange es keine vollständige Transparenz gebe, könne er verstehen, dass bei Bürgern das Gefühl entstehe, dass Gebiete wie der Pfälzerwald verstärkt für Notablässe genutzt würden. Insgesamt sind in diesem Jahr laut Luftfahrtbundesamt rund 140 Tonnen über Rheinland-Pfalz freigesetzt worden. Der vorletzte Fall geschah am 5. September, als eine am Flughafen Köln-Bonn gestartete Frachtmaschine 57,5 Tonnen über dem Pfälzerwald abgelassen hatte.

Zu Kerosinablässen - dem «Fuel Dumping» - kommt es in der Regel in Notlagen, damit Flugzeuge mit weniger Gewicht landen können. Die Flugsicherung teilt dafür Flughöhen und Gebiete zu. Anfang Mai hatte das Umweltbundesamt eine Risiko-Einschätzung veröffentlicht, bei der mit Modellrechnungen gearbeitet worden war. Demnach ist die Menge der am Boden ankommenden Kerosinrückstände unkritisch. Kritiker sind da skeptisch. CDU-Fraktionsvize Christian Baldauf sagte, die Menschen interessiere, was am Boden ankomme. Darüber wisse man zu wenig. Wissing erwiderte, für Messungen müsse man erstmal wissen, wo abgelassen werde.

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