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Worms: Urteil im Prozess um tödliche Messerattacke steht an

23.11.2019 - Hinterrücks soll ein 28-Jähriger seine Freundin nach einem Streit erstochen haben - im Haus des Vaters des Opfers. Der Tod der 21-Jährigen löste im März Entsetzen in der Region aus, nun wird das Urteil im Mordprozess gesprochen.

  • Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz (dpa/lrs) - Rund fünf Wochen nach dem Auftakt wird am kommenden Dienstag (26. November) das Urteil im Mord-Verfahren um die tödliche Messerattacke in Worms erwartet. Angeklagt ist vor dem Landgericht Mainz ein 28 Jahre alter Mann aus Tunesien, der zum Zeitpunkt der Tat im März dieses Jahres der Freund des 21-jährigen Opfers war. Er soll die junge Frau im Haus ihres Vaters, in dem er zeitweise auch wohnte, mit 30 Stichen getötet haben. Nun könnte er in eine Psychiatrie kommen.

Der Angeklagte hatte die Attacke vor Gericht eingeräumt. Das geschah gleich zu Beginn des Verfahrens im Beisein der Mutter der 21-Jährigen, die als Nebenklägerin auftritt. Der Mann erzählte von einem Streit. Die 21-Jährige habe ihn eines Nachts betäubt und vergewaltigt, das gefilmt und ihm in der Tatnacht davon erzählt. Das habe ihn wütend gemacht. Nach den Schlussvorträgen in der vergangenen Woche sagte er im Gericht: «Die Sache passierte in einem kurzen Augenblick. Ich wollte sie bestrafen, ja. Aber doch nicht so.»

Die Staatsanwaltschaft spricht von einem heimtückischen Mord im Zustand verminderter Schuldfähigkeit und hat 14 Jahre Haft sowie die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik gefordert. Der 28-Jährige soll sich seinem auf einem Bett liegenden Opfer von hinten genähert und es dann mit einem Messer angegriffen haben.

Die Verteidigung hatte auf acht bis zehn Jahre Haft plädiert, der Verteidiger sprach von Wahnvorstellungen seines Mandanten. Die Nebenklage verlangte eine lebenslange Haft und sieht keine verminderte Schuld.

Vor der Tat war ein in der Zuständigkeit des Regierungspräsidiums Karlsruhe gestellter Asylantrag des Mannes abgelehnt worden. Nachdem die Ausländerbehörde entschieden hatte, ihn abzuschieben, wurde nach ihm gefahndet, zwischenzeitlich tauchte der Mann unter. Nach früheren Angaben des Regierungspräsidiums benutzte der heute 28-Jährige mehrere falsche Identitäten, er soll der Polizei schon vorher wegen Körperverletzungen und Drogendelikten bekannt gewesen sein.

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