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Zahl der Asylbewerber mit Zuwendungen sinkt deutlich

13.06.2018 - Bad Ems (dpa/lrs) - Die Zahl der Asylbewerber mit staatlichen Zuwendungen ist in Rheinland-Pfalz deutlich gesunken. Ende 2017 erhielten nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems vom Mittwoch 12 381 Männer und 6.744 Frauen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz - 40 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Statistiker erklärte dies damit, «dass einerseits weniger Asylsuchende einreisten und andererseits Asylverfahren abgeschlossen wurden».

  • Ein Schild mit der Aufschrift «Asyl» hängt in der Landeserstaufnahme für Asylbewerber (LEA) an einer Wand. Foto: Uli Deck/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild mit der Aufschrift «Asyl» hängt in der Landeserstaufnahme für Asylbewerber (LEA) an einer Wand. Foto: Uli Deck/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Großteil der Schutzsuchenden kam aus Afghanistan (3.900), gefolgt von Armenien (1.500), Syrien und Pakistan (jeweils rund 1.400). Rund 6.300 Männer und 3.500 Frauen bezogen darüber hinaus noch besondere Leistungen, beispielsweise bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt.

Die Bruttoausgaben nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beliefen sich 2017 in Rheinland-Pfalz laut dem Statistischen Landesamt auf 225 Millionen Euro - 134 Millionen weniger als im Jahr zuvor. Nach Abzug der Einnahmen von 22,9 Millionen Euro, beispielsweise als Rückzahlungen gewährter Hilfen oder Kostenerstattungen anderer Sozialleistungsträger, ergaben sich Nettogesamtausgaben von gut 202 Millionen Euro. Das waren rund 50 Euro je Einwohner. Dies entsprach einem Rückgang um 41 Prozent im Vergleich zu 2016.

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