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Scheuer: Mobile Infrastruktur muss zügig ausgebaut werden

22.05.2019 - 1300 Experten beraten beim Weltverkehrsforum in Leipzig. Dieses Mal geht es um regionale Konzepte. Das Forum soll auch nach 2020 in der Sachsenmetropole bleiben.

  • Zahlreiche Autos fahren auf der Autobahn (Aufnahme mit langer Belichtungszeit und Verwacklungseffekt). Foto: Marcel Kusch/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zahlreiche Autos fahren auf der Autobahn (Aufnahme mit langer Belichtungszeit und Verwacklungseffekt). Foto: Marcel Kusch/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Leipzig (dpa/sn) - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat mehr Tempo beim Ausbau der mobilen Infrastruktur gefordert. Vor allem bei der Schaffung eines flächendeckenden Netzes von Elektroladesäulen müsse Gas gegeben werden, sagte er am Mittwoch vor der Eröffnung des Weltverkehrsforums in Leipzig. Das sei notwendig, damit Deutschland seine Klimaziele im Verkehr bis 2030 erreichen könne und in den kommenden Jahren zehn Millionen Elektroautos auf die Straße gebracht werden könnten. Auf dem Weltverkehrsforum beraten 1300 Wissenschaftler und Politiker aus 70 Ländern. In diesem Jahr wollen sie sich insbesondere Konzepten widmen, die Stadt und Land enger zueinander bringen.

Scheuer begrüßte den Vorschlag von Verkehrsverbänden, stillgelegte Bahnstrecken zu reaktivieren. Das sei vor allem ein wichtiges Thema für den regionalen Verkehr und trage dazu bei, gleichwertige Lebensbedingungen auf dem Land zu schaffen. «Da ist in letzter Zeit zu viel stillgelegt und abgebaut worden», sagte Scheuer. Gemeinsam mit den Ländern solle beraten werden, wo es Sinn mache, Strecken zu reaktivieren.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen und Allianz pro Schiene hatten Anfang der Woche mitgeteilt, dass sich aus ihrer Sicht in Deutschland mehr als 3000 Kilometer stillgelegte Bahnstrecken ohne großen Aufwand reaktivieren lassen.

Die Bundesregierung will das Weltverkehrsforum auch nach 2020 in Leipzig halten. Der Bund werde dafür auch über 2020 hinaus die Finanzierung absichern, sagte Scheuer. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, die Veranstaltung könnte Leipzig verlassen, wenn der derzeitige Vertrag mit der Leipziger Messe 2020 ausläuft. Er war zuletzt 2017 verlängert worden. Das Treffen findet seit 2008 jährlich in Leipzig statt.

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