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Arbeitslosenzahl leicht gesunken: Erste Daten zur Kurzarbeit

01.07.2020 - Der sächsische Arbeitsmarkt ächzt weiter unter den Corona-Folgen. Trotz leichten Rückgangs der Arbeitslosenzahl gibt es von der Arbeitsagentur keine Entwarnung. Kurzarbeit steht hoch im Kurs.

  • Das Logo der Bundesagentur für Arbeit. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der Bundesagentur für Arbeit. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem coronabedingten Anstieg auf ein Dreijahreshoch hat sich der Arbeitsmarkt in Sachsen nach dem Ende des Lockdowns leicht entspannt. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz am Mittwoch mitteilte, ging die Zahl der Arbeitslosen im Juni auf 133 700 zurück. Damit waren im Vergleich zum Mai rund 1600 Männer und Frauen weniger ohne Job. Die Arbeitslosenquote in Sachsen sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Im Vergleich zum Juni 2019 waren den Angaben zufolge rund 21 800 Menschen mehr auf Arbeitssuche.

Im Mai dieses Jahres waren wie im Juni 2017 mehr als 135 000 Männer und Frauen im Freistaat ohne festen Job. Die Arbeitslosenquote lag jeweils bei 6,4 Prozent.

Zugleich gab die Regionaldirektion erste Daten zur Kurzarbeit in Sachsen bekannt. Laut einer Hochrechnung hatten im März 19 500 Unternehmen für 135 700 Mitarbeiter Kurzarbeitergeld beantragt. Damit seien rund acht Prozent aller Beschäftigten in Sachsen von Kurzarbeit betroffen gewesen. «Ohne das Kurzarbeitergeld wären die Arbeitslosenzahlen im Juni deutlich höher ausgefallen», teilte die Regionaldirektion mit.

Laut Arbeitsagentur war in den Monaten März und April für 48 600 Betriebe und 544 600 Personen Kurzarbeit angezeigt worden. Im Mai hatten zusätzlich 2500 Betriebe für 31 700 Personen Kurzarbeit angezeigt, im Juni sind den Angaben zufolge noch einmal 900 Unternehmen dazu gekommen. «Das Kurzarbeitergeld sichert derzeit viele tausend Arbeitsplätze in den sächsischen Betrieben», sagte Klaus-Peter Hansen, Leiter der Regionaldirektion Sachsen.

Trotz funktionierender Kurzarbeiterregelung und leicht rückläufiger Arbeitslosenzahlen könne noch keine Entwarnung gegeben werden. «Die Arbeitsmarktlage bleibt angespannt und es ist unklar, wie schnell sich die Wirtschaft erholt und Betriebe volle Auftragsbücher haben», betonte Hansen.

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