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Archäologen helfen Kriminalisten an Polizeihochschule

07.07.2020 - In einer - nach Angaben der Hochschule der Sächsischen Polizei - bundesweit einzigartigen Kooperation arbeitet die Polizei im Freistaat mit Archäologen zusammen. Ziel ist es, Kriminalfälle schneller aufzuklären. «Die akribischen Methoden archäologischer Ausgrabungen können bei der Sicherung eines Tatortes hilfreich sein. In beiden Fällen dürfen keine Informationen verloren gehen», sagte Archäologin und Projektbeteiligte Patricia van der Burgt. Neben regelmäßigen Vorträgen führt die Expertin an der Bautzener Hochschule mit Sachsens Top-Kriminalisten auch Lehrgänge durch, bei denen an einem fiktiven Tatort Spuren gesichert werden.

  • Bei einer Übung zu einem fiktiven Mordfall arbeiten Kriminalisten und Archäologen zusammen. Foto: ---/Hochschule der Sächsischen Polizei /dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bei einer Übung zu einem fiktiven Mordfall arbeiten Kriminalisten und Archäologen zusammen. Foto: ---/Hochschule der Sächsischen Polizei /dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein nächster Workshop ist für Sommer 2021 geplant. Der Tatort für das Planspiel mit vergrabenem Plastikskelett wurde bereits vorbereitet. Die falsche Leiche liegt in der Regel mehrere Monate in der Erde. Die Kooperation mit dem Landesamt für Archäologie besteht seit drei Jahren. Auch Bundespolizei und Bundeskriminalamt haben den Angaben zufolge bereits Interesse an der Weiterbildung signalisiert.

Akribische Spurensuche am Tatort wird aus Sicht Hanjo Protzes, Prorektor der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) am Standort Bautzen, immer wichtiger. «Die kriminaltechnische Arbeit bekommt eine immer höhere Bedeutung bei der Polizei, denn die Aussagen von Beschuldigten und Zeugen gehen zurück», so Protze. Häufig würden Verdächtige die Aussage verweigern, so müssen Spuren am Tatort die Straftat zu einem Bild zusammensetzen und die Täter anhand der Indizien überführt werden.

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