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Aufschwung am Arbeitsmarkt: Erwerbslosenzahl gesunken

28.02.2020 - Der Trend ist positiv: In Sachsen gibt es wieder weniger Männer und Frauen ohne Arbeit. Der Wirtschaftsminister bremst jedoch die Euphorie.

  • Das Logo der Agentur für Arbeit an einem Briefkasten. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der Agentur für Arbeit an einem Briefkasten. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Chemnitz (dpa/sn) - Die Winterflaute auf dem sächsischen Arbeitsmarkt ist überwunden. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz am Freitag mitteilte, ist die Zahl der Erwerbslosen im Februar auf knapp unter 120 000 gesunken. Dies sind rund 1200 Arbeitslose weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent zurück. Im Februar 2019 hatte die Quote bei mehr als 128 500 Arbeitslosen und 6,0 Prozent gelegen.

Die Zahlen seien Beleg dafür, dass die Frühjahrsbelebung in Sicht sei, hieß es von der Arbeitsagentur. «Auch der Blick auf den gesamten Arbeitsmarkt in Sachsen ist positiv - trotz der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten ist er in einer robusten Grundverfassung», erklärte die stellvertretende Geschäftsführerin der Regionaldirektion, Reinhilde Willems.

Wie in den Monaten zuvor prognostizierte die Agentur einen weiterhin positiven Trend auf dem Arbeitsmarkt in Sachsen mit abnehmenden Arbeitslosenzahlen. Die Arbeitslosigkeit sinke, die Beschäftigung steige und die Betriebe suchten händeringend Fachkräfte. «Das ist eine solide Grundlage, um die großen Herausforderungen im Kontext Demografie, Strukturwandel und Digitalisierung gemeinsam anzupacken», sagte Willems.

Nicht ganz so optimistisch blickte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig in die Zukunft. Zwar bewertete der SPD-Politiker die aktuellen Zahlen als «nach wie vor positiv». Allerdings mahnte er, dass für die Zukunft der positive Trend der vergangenen Jahre voraussichtlich nicht einfach fortgeschrieben werden könne. «Neben konjunkturellen Risiken stehen wichtige Branchen in Sachsen vor tiefgreifenden Veränderungen, etwa die Automobilwirtschaft», sagte Dulig und fügte an: «Gleichzeitig bleibt allein aufgrund der demografischen Entwicklung die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt hoch.»

Laut Regionaldirektion waren im Februar in Freistaat insgesamt mehr als 37 000 freie Stellen gemeldet, gut 1300 mehr als im Vormonat. Die meisten der Stellen seien können in Vollzeit und unbefristet zu vergeben. Nach wie vor die meisten Arbeitsplätze sind in der Zeitarbeit (rund 10 400), im Verarbeitenden Gewerbe (rund 4200) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (rund 3700) unbesetzt.

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