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Babyleichen: Polizei sucht Frau mit Phantombild

09.12.2019 - Schwarzenberg (dpa/sn) - Im Fall einer vor fast neun Jahren in einem Kleidercontainer entdeckten Babyleiche fahndet die Polizei nun mit einem Phantombild nach einer Frau. Wie die Behörde am Montag mitteilte, hatte sich kürzlich ein Zeuge gemeldet, der die Frau zwischen dem 4. und 19. Januar 2011 auf dem Parkplatz eines damaligen Einkaufsmarktes in Schwarzenberg gesehen haben will. Sie soll dort einen Beutel in den Altkleidercontainer geworfen haben, in dem später der tote Junge gefunden wurde.

  • Ein Blaulicht leuchtet auf einem Streifenwagen. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Blaulicht leuchtet auf einem Streifenwagen. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die gesuchte Frau soll 40 bis 45 Jahre alt, 1,60 Meter bis 1,65 Meter groß und schlank gewesen sein. Die Ermittler erhoffen sich Hinweise auf die Identität der Frau, um sie zum Fall befragen zu können. Ob sie mit der Tat in Zusammenhang stehe, lasse sich über einen DNA-Test klären. Die Mordkommission in Zwickau hatte zuletzt im vorigen Jahr mit einem erneuten Massen-Gentest nach der Mutter gesucht.

Im Januar 2011 und im Juni 2012 waren im sächsischen Schwarzenberg und im tschechischen Rothau (Rotava) tote Babys gefunden geworden. Die Ermittlungen hatten ergeben, dass die beiden Neugeborenen Brüder waren. Die Kriminalisten gehen davon aus, dass die Mutter in der Nähe des Fundortes des toten Babys in Schwarzenberg wohnt. Der tote Junge, dem später der Name Max Winter gegeben wurde, war in einem Kleidercontainer im Wohngebiet Sonnenleithe gefunden worden.

Für Hinweise, die zur Mutter führen, ist eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

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