Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Corona: 1930 bestätigte Fälle und elf Todesopfer in Sachsen

30.03.2020 - Bei den Coronavirus-Infektionen ist auch in Sachsen kein Ende in Sicht. Den Behörden werden immer mehr Fälle bekannt, auch wenn der Anstieg der Zahlen etwas abgeflacht ist - für die Regierung kein Grund zur Entwarnung.

  • Eine Mikroskopaufnahme zeigt das Coronavirus. Foto: Uncredited/Centers for Disease Control and Prevention/AP/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Mikroskopaufnahme zeigt das Coronavirus. Foto: Uncredited/Centers for Disease Control and Prevention/AP/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Coronavirus hat in Sachsen ein elftes Todesopfer gefordert. Über dessen Identität wurde nichts mitgeteilt. Wie die Regierung am Montag weiter bekannt gab, stieg zudem die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um 114 auf insgesamt auf 1930 Fälle. Damit ging der Zuwachs im Vergleich zu den beiden letzten Tagen zwar leicht zurück. Am Samstag hatte er noch bei 195 Fällen gelegen, am Sonntag bei 116. Von einer Trendwende wollte zu Beginn der Woche aber niemand reden.

«Wir verzeichnen weiterhin über 100 neue Infektionen mit dem Coronavirus täglich. Das ist nach wie vor zu viel und für mich kein Grund zur Entwarnung», sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Sie appelliere deshalb an alle, die strengen Ausgangsregelungen weiterhin einzuhalten: «Wir vermeiden Ansteckungen nur, wenn wir die Kontakte untereinander auf ein Mindestmaß reduzieren.» Ob die Maßnahmen wie gewünscht wirken, werde sich erst nach Ostern zeigen.

«Für eine Lockerung von Ausgangsbeschränkungen, Veranstaltungsverboten und Ladenschließungen besteht demnach kein Anlass. Wir müssen im Sinne unserer aller Gesundheit und der Stabilität unseres Gesundheitssystems weiter durchhalten», sagte die Ministerin.

Auch Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) dämpfte die Erwartung auf ein schnelles Ende der Einschränkungen. Es gehe darum, keine falschen Hoffnungen zu nähren und sich auf einen längeren Zeitraum einzurichten, sagte er beim täglichen Video-Briefing aus dem Innenministerium. Erst zu Ostern könne man eine Bilanz ziehen.

«Wenn wir die Situation wie in Italien vermeiden wollen, müssen wir uns disziplinieren, müssen wir den Anstieg kontrollieren», sagte der Regierungschef. Es brauche Geduld, Disziplin und Akzeptanz dieser Maßnahmen: «Es bleibt der Grundsatz, dass der beste Schutz ist, wenn wir alle in unserer Wohnung bleiben - mit den Menschen, die da wohnen - und nicht draußen herumlaufen.»

Innenminister Roland Wöller (CDU) informierte über die Entwicklung von Straftaten im Zusammenhang mit dem Infektionsschutzgesetz. Demnach gab es am Sonntag mit 148 Verstößen weniger als in den Tagen zuvor: «Die große Mehrheit der Bevölkerung hält sich an die Regeln», sagte der Minister. Seit 16. März gab es insgesamt 924 Verstöße.

In Leipzig musste die Polizei am Wochenende allerdings hart durchgreifen, als 15 Leute - darunter einige Vermummte - Pyrotechnik zündeten. Drei Personen seien vorläufig festgenommen worden und hätten dann einen Platzverweis bekommen. Bei ihnen habe man neben Pyrotechnik auch eine Antifa-Fahne und eine Sturmhaube gefunden.

Wöller zufolge will das Kabinett am Dienstag eine Rechtsverordnung erlassen, um die bestehende Allgemeinverfügung zu den Einschränkungen auf eine rechtlich sichere Basis zu stellen. Die bisherige Allgemeinverfügung gilt bis diesen Sonntag, die neue Rechtsverordnung soll zunächst bis zum 20. April laufen.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren