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Corona: Weniger Verbrechen und Verkehrsunfälle in Sachsen

28.03.2020 - Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben in Sachsen kurzfristig zu weniger Straftaten und Verkehrsunfällen geführt. Grundsätzlich sei die Anzahl der polizeilich erfassten Einsätze zur Zeit rückläufig, wie die Polizei Sachsen auf dpa-Anfrage mitteilte. Eine belastbare statistische Auswertung des Kriminalitätsaufkommens in dieser Zeit stehe allerdings noch aus.

  • Eine Warnleuchte der Polizei steht an einer Fahrbahneinengung. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Warnleuchte der Polizei steht an einer Fahrbahneinengung. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dass die derzeit geltenden strengen Ausgangsbeschränkungen langfristig zu einem Rückgang der Kriminalität führen, erwartet die sächsische Polizei jedoch nicht: Einzelne Delikte könnten weniger häufig begangen werden, andererseits würden sich neue Deliktbereiche ergeben. Derzeit erarbeite das Bundeskriminalamt (BKA) Prognosen und Empfehlungen zu Einsatzschwerpunkten der Polizei unter den Bedingungen der Corona-Krise.

So warnt das BKA beispielsweise vor Cyber-Kriminellen, welche unter anderem mit falschen Spendenaufrufen die Unsicherheit in der Bevölkerung ausnutzen. «Aktuell verbreitet sich eine Vielzahl falscher Meldungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus», teilte eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes auf Anfrage mit.

Auch private Wachfirmen spüren die Auswirkungen der Corona-Krise: Im Bereich Veranstaltungssicherheit sei zwar das komplette Geschäft weggebrochen, teilte Sprecherin Silke Wollmann des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft (BDSW) mit. «Aber es gibt auch neue Bereiche - wie die Bewachung von Krankenhäusern.» Auch Supermärkte würden verstärkt Wachleute anfordern. Dies gelte nicht nur für Sachsen, sondern deutschlandweit.

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