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Sachsen will Exit-Strategie für Corona vorlegen

28.01.2021 - Sachsen hat die Schwelle von 6000 Todesopfern in der Corona-Pandemie überschritten. Die Lage ist nach wie vor dramatisch, auch wenn es erste Anzeichen für eine Besserung gibt.

  • Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) spricht bei einer Landtagssitzung. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) spricht bei einer Landtagssitzung. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sachsen will ein Ausstiegsszenario für die Corona- Einschränkungen vorlegen. Auf einen genauen Zeitpunkt wollte sich Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Donnerstag aber nicht festlegen. Das Szenario solle festlegen, ab welchen Inzidenzen man was regelt. Das hänge aber nicht nur von diesen Zahlen ab, sondern auch von der Stärke der Gesundheitsämter. «Es gibt also mehrere Faktoren, die dort eine Rolle spielen.» Dinge wie die Ausgangssperre und die 15-Kilometer-Regel würden dann zur Disposition stehen. «Ich wage mir einfach noch kein genaues Datum», sagte die Ministerin.

Zugleich erinnerte Köpping daran, dass sich Bund und Länder bei solchen Dingen absprechen wollen. Man habe sich zu einem relativ einheitlichen Vorgehen verständigt. Man müsse aber auch anschauen, wie unterschiedlich sich die Situation in den einzelnen Bundesländern entwickelt. Sachsen sei von Nachbarländern mit einem hohen Infektionsgeschehen umgeben. Deshalb müsse man hier anders diskutieren als in Schleswig-Holstein. Das Bundesland im Norden will ab Mitte Februar einen Stufenplan zur Lockerung in vier Etappen umsetzen.

Unterdessen überschritt Sachsen eine weitere Schwelle bei Todesfällen im Zusammenhang mit Corona. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums kamen binnen eines Tages 149 Fälle dazu, womit die Zahl der Toten nun bei 6142 liegt. Seit Beginn der Pandemie haben sich nachweislich 178 333 Menschen im Freistaat infiziert. Aktuell liegen 1981 Frauen und Männer mit einer Covid-19-Infektion im Krankenhaus, davon 395 auf der Intensivstation.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen ging weiter zurück. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Inzidenzwert am Donnerstag mit 130 an. Anfang der Woche lag er noch bei 171. Bundesweit sank der Wert erstmals seit drei Monaten auf unter 100 (98).

Die Situation in den Krankenhäusern habe sich etwas entspannt, sagte Köpping. «Wir gehen jetzt relativ gut voran.» Aber auch eine Inzidenz von 130 sei noch hoch. Von der bevorstehenden Konferenz mit Bund und Ländern zum Thema Impfungen erhofft sich Köpping Klarheit über die Impfstofflieferungen der kommenden Zeit. Man brauche Sicherheit. Es tue weh zu sehen, wie wenig Impfstoff man geliefert bekommen habe.

«Wir bekommen so herzzerreißende Briefe auch von Menschen, die über 80 sind, die vielleicht noch viele Erkrankungen haben und die so sehnlich auf diese Impfung warten (...) Wir würden sehr gerne sehr viel mehr verimpfen», sagte die SPD-Politikerin. Bislang seien in Sachsen 79 141 Menschen geimpft worden, 10 518 hätten fristgemäß die Zweitimpfung erhalten.

Aus Kamenz wurden am Donnerstag gut ein Dutzend Infektionsfälle aus einer Asylunterkunft gemeldet. Nach Angaben des Landratsamtes Bautzen waren 13 von 36 Tests positiv ausgefallen. Es wurden zahlreiche Quarantänen ausgesprochen.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe bieten ab kommenden Montag Zusatzfahrten auf einigen Straßenbahnlinien an. Damit soll die Auslastung der Bahnen reduziert werden. Zudem deklarierte die Landeshauptstadt Alkoholverbotszonen im Zentrum, am Hauptbahnhof und im Szeneviertel Neustadt. Einschränkungen gibt es auch auf dem Standesamt: Ab kommenden Mittwoch dürfen nur noch das Brautpaar, dessen Kinder und ein Angehöriger eines weiteren Hausstandes bei der Trauung dabei sein, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Regelung gilt zunächst bis zum 14. Februar.

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