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Immer mehr Todesfälle in Sachsen: Italiener stirbt

01.04.2020 - Acht Covid-19-Patienten aus Italien hat Sachsen in seinen Kliniken aufgenommen. Für einen von ihnen kam nun jede Hilfe zu spät. Dabei ringen die Ärzte im Freistaat um jedes Menschenleben.

  • Petra Köpping (SPD), Gesundheitsministerin von Sachsen, spricht im Landtag. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Petra Köpping (SPD), Gesundheitsministerin von Sachsen, spricht im Landtag. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sachsen hat in der Corona-Krise immer mehr Todesopfer zu beklagen. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Mittwoch bekanntgab, sind inzwischen 18 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. «Das ist eine Entwicklung, die uns Sorge macht.» Damit stieg die Zahl der Toten binnen 24 Stunden um fünf. Alle von ihnen hatten das 74. Lebensjahr bereits erreicht: «Die Risikogruppe gehört besonders und gesondert geschützt», sagte Köpping.

Bis Mittwoch haben sich zudem nachweisbar 2245 Menschen im Freistaat mit dem Virus infiziert. Bezogen auf den Vortag ist das ein Zuwachs um 161 Fälle. Zwischen den Zahlen des Robert-Koch-Institutes und denen den örtlichen Behörden kommt es immer mal wieder zu Differenzen, weil die Daten zu verschiedenen Zeiten erhoben werden.

Am Mittwoch wurde zugleich der Tod eines der in Sachsen behandelten italienischen Patienten mitgeteilt. Der 57-Jährige sei in der Nacht an einem Multiorganversagen gestorben, teilte das Uniklinikum mit. Er habe noch an einer anderen lebensbedrohlichen Erkrankung gelitten, die vorher nicht bekannt war, sagte Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums, beim täglichen Video-Briefing der Regierung. Corona habe möglicherweise nur eine Nebenrolle gespielt.

Josten zufolge sind auch die anderen sieben Covid-19-Patienten aus Italien noch nicht über dem Berg. Eine von ihnen befindet sich am Herzzentrum in Leipzig in einem kritischen Zustand. Die anderen seien «durchaus auf einem Weg der Besserung und Stabilisierung», hieß es: «Man kann nach einigen Tagen der Intensivbehandlung noch kein abschließendes Statement abgeben, aber da sind wir optimistisch», sagte Josten. Die Intensivbehandlung von Patienten mit einer Corona-Erkrankung sei aufwendig und keinesfalls in zwei, drei Tagen beendet. Vielmehr müsse man dafür 10 bis 14 Tage veranschlagen.

Köpping kündigte für die kommenden Tage ein Konzept an, um Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Behinderte besser mit Schutzmaterial und Corona-Tests versorgen zu können. Es gehe um Tests für Bewohner und Personal gleichermaßen. Gegenwärtig liege die Testkapazität in Sachsen bei 5200 pro Tag. Aber nicht alle der besonders gefährdeten Personen erreiche man damit.

Innenminister Roland Wöller (CDU) zog eine vergleichsweise positive Bilanz zur allgemeinen Sicherheitslage. Am Dienstag seien 148 Verstöße gegen die Auflagen und das Infektionsschutzgesetz festgestellt worden - zehn weniger als am Vortag. Auch die Kriminalitätsentwicklung und die Zahl der Verkehrsunfälle seien rückläufig.

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