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Coronavirus-Infektionszahlen steigen weiter: Sechs Tote

24.03.2020 - In Sachsen werden immer mehr Coronavirus-Infektionen registriert. Auch die Zahl derer, die an einer Covid-19-Erkrankung sterben, steigt - unterdessen hilft der Freistaat Italien.

  • Sozialministerin Petra Köpping. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sozialministerin Petra Köpping. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In der Coronavirus-Pandemie gibt es für Sachsen weiter keine Entwarnung. Leider sei keine Entspannung festzustellen, sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag unter Verweis auf die aktuelle Statistik. Demnach gab es im Freistaat 1018 bestätigte Infektionen, 153 mehr als am Vortag. Inzwischen sind zudem sechs Menschen nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.

Am Abend bestätigte das Gesundheitsministerium in Dresden einen sechsten Todesfall. Dabei handelt es sich es sich um eine Person aus dem Landkreis Zwickau. In dieser Region gibt es besonders viele bestätigte Infektionen. Zu Alter, Geschlecht und Wohnort des Toten konnte ein Sprecher keine Angaben machen. Erst am Mittag hatte Gesundheitsministerin Köpping (SPD) zwei Todesfälle in der Stadt Dresden bekanntgegeben.

Der Schwerpunkt der Infektionen liegt in Dresden und Leipzig sowie im Landkreis Zwickau, wie Köpping sagte. Für die Häufung dort gebe es zwei Quellen: eine Physiotherapeutin, die sich wohl im Urlaub infiziert und danach noch eine Woche etwa 40 Patienten behandelt habe, sowie eine Familienfeier mit über 40 Gästen und einem Infizierten.

In beiden Fällen seien alle Kontaktpersonen ermittelt und in Quarantäne. Laut Köpping steigen die Zahlen im Landkreis Zwickau nicht mehr. Das Landratsamt gab die Zahl der Infizierten am Abend mit 184 an. Dies seien zwölf mehr als am Vortag.

Zu den beiden Dresdner Todesfällen konnte Köpping keine weiteren Angaben machen. Seit Ende vergangener Woche waren bereits drei ältere Menschen mit Vorerkrankungen und einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gestorben - ein Mann im Landkreis Bautzen sowie eine 84-Jährige und ein 87-Jähriger aus Bernsdorf im Landkreis Zwickau.

Unterdessen nehmen Kliniken in Leipzig und Dresden insgesamt acht Covid-19-Patienten mit schweren Lungenkrankheiten aus Italien auf, sagte Köpping. Eine Militärmaschine habe in der Nacht zwei 57-Jährige aus dem Krankenhaus Papa Giovanni XXIII (Norditalien) nach Leipzig geflogen, sie werden in der Uniklinik intensivmedizinisch behandelt. Laut Köpping leiden sie an den typischen Symptomen der Covid-19-Erkrankung, also einer ausgeprägten Lungenfunktionsstörung. Sie werden am Universitätsklinikum Leipzig intensivmedizinisch betreut. «Es geht ihnen zum Teil sehr schlecht, wir bemühen uns, sie zu heilen.» Das Herzzentrum und das Helios-Klinikum Leipzig sollen zwei weitere beatmungspflichtige Patienten aufnehmen; und auch im Universitätsklinikum Dresden und dem Lungenzentrum Coswig werden noch je zwei Schwerstkranke aus Bergamo erwartet.

«Es ist für uns selbstverständlich, dass wir in einer solch bedrohlichen Situation helfen», sagte Köpping. Die Kliniken und Krankenhäuser im Freistaat hätten die Kapazitäten und die medizinische Expertise dafür. «Auch wenn die Grenzen gerade geschlossen sind und jedes Land für sich kämpft, um die Krise zu bewältigen, denken wir weiter europäisch und helfen, wo wir können.»

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