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Dreijährige stirbt: Meningokokken-Verdacht in Kita

19.06.2019 - In Dresden stirbt ein kleines Kitakind. Noch ist unklar, ob eine bakterielle Hirnhautentzündung die Ursache war. Vorsichtshalber werden Kinder in der Kita-Gruppe des Mädchens nun behandelt.

  • Eine Kinderärztin untersucht ein einjähriges Mädchen mit einem Stethoskop. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Kinderärztin untersucht ein einjähriges Mädchen mit einem Stethoskop. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden (dpa/sn) - Nach dem Tod eines dreijährigen Mädchen in Dresden prüft die Stadt den Verdacht auf Meningokokken in einer Kita. Ärztliche Befunde hätten bisher zwar keinen verlässlichen Hinweis auf eine bakteriellen Hirnhautentzündung (Meningokokken-Meningitis) ergeben, sagte eine Stadtsprecherin am Mittwoch. Dennoch könne eine Infektion nicht ausgeschlossen werden. Vorsorglich werden die 37 Krippenkinder daher in den nächsten beiden Tagen mit Antibiotika in Form von Dragees oder Saft behandelt, sagte der Leiter des städtischen Gesundheitsamtes, Jens Heimann. Zudem werde die Prophylaxe auf Wunsch allen 150 Kindern und 24 Erziehern angeboten.

Die Dreijährige, die am vergangenen Freitag noch die Kita in Dresden-Cotta besuchte, kam am Montag ins Krankenhaus und verstarb kurz darauf. Auch die Familie des Kindes wurde bereits mit Antibiotika behandelt.

Meningokokken sind Bakterien, die unter anderem Hirnhautentzündung auslösen können. Symptome sind starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Schüttelfrost, Schwindel, Nackensteifigkeit und schwerstes Krankheitsgefühl. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind Meningokokken-Erkrankungen aber relativ selten. Pro Jahr würden etwa vier Fälle pro eine Million Menschen registriert. Meist sind es Einzelfälle vor allem im Herbst und Winter.

Bereits im November vergangenen Jahres erkrankte ein Mädchen einer Dresdner Kita an Hirnhautentzündung. Die Erkrankung tritt vor allem bei Kindern unter fünf Jahren oder bei Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren auf.

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