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Dresden.Respekt-Mitgründer: Ende der Ost-West-Debatten

24.05.2019 - Dresden (dpa) - Der Mitbegründer des 2016 gebildeten bürgerlichen Bündnisses Dresden.Respekt, Gerhard Ehninger, hat ein Ende der Spaltung Deutschlands in Ost und West gefordert. «Gleichwertige Lebensverhältnisse» ausschließlich auf die unterschiedliche Höhe der Einkommen zu fokussieren, sei realitätsfremd, sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Es brauche einen anderen Blick auf die Probleme. «Wenn wir über die Herausforderungen in den fünf östlichen Ländern reden, müssen wir auch über Pegida, die AfD und die Neigung reden, antidemokratischen, reaktionären und inhumanen politischen Einstellungen zu folgen.»

  • Prof. Gerhard Ehninger, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am Universitätsklinik Carl Gustav Carus. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Prof. Gerhard Ehninger, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am Universitätsklinik Carl Gustav Carus. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit Blick auf die EU- und die Kommunalwahlen an diesem Sonntag mahnte er ein gesellschaftliches Klima an, das Internationalität als Gewinn betrachte. «Fremden- und Ausländerfeindlichkeit ist ein Investitionshemmnis ersten Ranges. Wenn wir das als gegeben hinnehmen, brauchen wir über die Angleichung der Lebensverhältnisse gar nicht mehr zu sprechen.»

Der Begriff Populismus verharmlose angesichts der Gefahren rechter Bewegungen die Bedrohung des Gemeinwesens, sagte der Mediziner, der im Januar 2015 mit einem Verein das Konzert für Weltoffenheit und Toleranz mit Herbert Grönemeyer an der Frauenkirche organisierte. Verantwortlich dafür sei weniger die messbare soziale Ausgrenzung als ein kollektives Gefühl, bei der Deutschen Einheit betrogen und von politischen Entscheidungen ausgeschlossen worden zu sein.

«Die reale Bedrohung ist die Gefährdung der Demokratie, des Zusammenhalts in der Gesellschaft und der politischen Kultur, wenn die zentralen Herausforderungen nicht mehr erkannt werden und sich das politische Tagesgeschehen auf Nebenkriegsschauplätze verlagert.» Es brauche Projekte, die das Gemeinsame betonen und Trennendes hintenan stellen und in Fragen von gesellschaftlicher Bedeutung «einen Kanon gemeinsamen politischen Handelns», sagte Ehninger.

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