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Schlüsselmoment: «Klatschen und Feenstaub reichen nicht»

07.06.2020 - Nach dem Sieg in Wiesbaden ist Dynamo Dresden wieder hoffnungsvoller im Abstiegskampf. Bereits am Dienstag kann das Schlusslicht gegen Fürth den nächsten Schritt gehen, muss aber auf einen Leistungsträger verzichten.

  • Wiesbadens Stefan Aigner (l) und Dresdens Jannis Nikolaou (M) in Aktion. Foto: Ronald Wittek/epa/Pool/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wiesbadens Stefan Aigner (l) und Dresdens Jannis Nikolaou (M) in Aktion. Foto: Ronald Wittek/epa/Pool/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein verschmitztes Lächeln konnte sich Markus Kauczinski kurz nach dem Abpfiff der Partie bei Wehen Wiesbaden nicht verkneifen. Denn der Trainer von Dynamo Dresden wusste, dass seine Mannschaft beim 3:2-Sieg gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga auch eine gehörige Portion Glück brauchte. «Mit dem, was wir gerade können, haben wir das Optimale rausgeholt. Wenn jemand glaubt, man klatscht zweimal in die Hände, macht ein bisschen Feenstaub drüber und dann ist alles weg, der täuscht sich», sagte der 50-Jährige im Anschluss in der Pressekonferenz.

Doch weil seine Mannschaft trotz des Trainings- und Fitnessrückstands gegen einen leidenschaftlich agierenden Gegner und nach teilweise haarsträubenden Fehlern Moral bewies, spricht Kauczinski nach der Partie von einem «Schlüsselmoment» für die restlichen sechs Partien. «Weil du siehst, wie du so ein Spiel bestreiten musst. Es kommt nicht auf Haltungsnoten oder den besseren Ballbesitz an, das können wir gerade nicht leisten. Es gelingt uns aber immer besser damit umzugehen. Das ist genau das, was wir in den letzten Spielen brauchen.»

Bereits am Dienstag muss Dynamo beweisen, dass es gestärkt aus dem gewonnenen Kellerduell hervorgegangen ist. Denn dann kann das Schlusslicht mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Greuther Fürth an Wiesbaden vorbeiziehen und einen großen Schritt heran an das rettende Ufer machen. Denn das ist - bei noch zwei Spielen Rückstand - nur noch sechs Zähler entfernt.

Bis dahin steht Kauczinski erneut vor der schweren Suche nach dem geeigneten Personal. Denn an Training oder Erholung ist im Drei-Tage-Rhythmus weiterhin nicht zu denken. «Nur pflegen, ernähren, schlafen und dann hangeln wir uns von Tag zu Tag», fasste der 50-Jährige die Zeit bis zum Heimspiel zusammen. «Wir werden uns die Blutwerte ansehen. Dann entscheide ich erst am Spieltag, wer fit und in der Lage ist, um überhaupt einhundert Prozent zu gehen.»

Verzichten muss er jedoch definitiv auf Patrick Schmidt. Der Angreifer kassierte gegen Wiesbaden kurz vor dem Abpfiff eine Gelb-Rote Karte wegen Zeitspiels, muss ein Spiel aussetzen. Nach einem Foul an seinem Gegenspieler spielte Schmidt zunächst weiter und schoss den Ball in Richtung Tor. «Ich bin etwas sprachlos, über das, was da passiert ist», gestand er im Anschluss. «Ich bin mitten in der Aktion, höre den Pfiff nicht und will den Ball ins lange Eck drehen - da erwarte ich etwas Fingerspitzengefühl. Ich wäre doch schön blöd, wenn ich uns in der 93. Minute selbst schwächen würde und versuche, den Ball in der Art wegzuschießen.»

Der Ausfall schmerzt, denn die Leihgabe vom FC Heidenheim avancierte nach seiner Verpflichtung im Winter zu Dynamos Leistungsträger. Mit fünf Toren und einer Vorlage hat der 26-Jährige entscheidenden Anteil daran, dass Dresden überhaupt noch Chancen im Kampf um den Klassenverbleib hat. «Schmidti ist sensationell. Was er für uns leistet, seine enorme Qualität und sein Kampfgeist werden uns fehlen. So ist er aber erholt und wird umso fitter drei Tage später wiederkommen», erklärte Kauczinski.

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