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Dresdner Juwelendiebstahl: Keine heiße Spur

18.12.2019 - Dresden (dpa) - Dreieinhalb Wochen nach dem Einbruch in Dresdens Schatzkammer Grünes Gewölbe sorgt ein Privatdetektiv aus Norddeutschland für Gesprächsstoff. Dieser gab am Mittwoch an, ein anonymer Kunstmäzen aus dem deutschsprachigen Raum wolle den Tätern 1,3 Millionen Euro zahlen, wenn sie die Beute herausgäben. Dem Geldgeber gehe es ausschließlich darum, eine Zerstörung der Beute möglichst zu verhindern und die Schmuckstücke wieder an ihren angestammten Platz zu bekommen, hieß es. Im Falle eines Erfolges wolle der Mäzen seine Identität preisgeben.

  • Das Juwelenzimmer im Grünen Gewölbe im Dresdner Schloss der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Foto: Sebastian Kahnert/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Juwelenzimmer im Grünen Gewölbe im Dresdner Schloss der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Foto: Sebastian Kahnert/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Unklar blieb, wie seriös die Offerte ist. Der Privatdetektiv veröffentlichte ein Video im Internet, in dem er mit einem großen Geldbetrag zu sehen ist. Nach Angaben des Dresdner Oberstaatsanwaltes Jürgen Schmidt sind solche privaten Auslobungen generell zulässig. Das Angebot beeinträchtige die Ermittlungen nicht, sagte er auf Anfrage.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) meldeten sich am Abend zu Wort. Es sei ihr dringendes Anliegen, dass die gestohlenen Kunstwerke in das Grüne Gewölbe zurückkehren, sagte Sprecher Stephan Adam der Deutschen Presse-Agentur: «Deswegen begrüßen wir grundsätzlich jede zulässige und sinnvolle Maßnahme, die diesem Anliegen dient.» Von dem am Mittwoch zunächst von der «Dresdner Morgenpost» berichteten Sachverhalt mit der Offerte habe man allerdings bislang nur durch diese Berichterstattung Kenntnis und sei nicht involviert: «Deswegen können wir den berichteten Sachverhalt gegenwärtig auch nicht beurteilen, weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht», betonte Adam.

Zwei unbekannte Täter waren am 25. November im Schutz der Dunkelheit über eines der vergitterten Fenster in die Dresdner Schatzkammer Grünes Gewölbe eingedrungen und hatten dann mit einer Axt eine Vitrine im Juwelenzimmer eingeschlagen. Nach kurzer Zeit konnten sie mit Diamanten und Brillanten von unschätzbarem Wert flüchten. Bisher gibt es offenbar noch keine heiße Spur. Die Polizei hat eine Belohnung von einer halben Million Euro ausgesetzt.

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