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Dresdner OB will Maskenpflicht für Striezelmarkt

21.09.2020 - Mit Maske am Glühweinstand? In der Diskussion um die Frage, wie Weihnachtsmärkte in Corona-Zeiten aussehen können, gibt es verschiedene Ideen. Weil viele kaum machbar sind, fordert Dresden Nachbesserung bei den Regeln. Das Kabinett will dazu beraten.

  • Dirk Hilbert (FDP), Oberbürgermeister der Stadt Dresden. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dirk Hilbert (FDP), Oberbürgermeister der Stadt Dresden. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden will in der Corona-Krise an der Ausrichtung seines berühmten Striezelmarktes festhalten. «Dabei gibt es für uns klare Prämissen, unter denen der Striezelmarkt stattfinden kann», sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Montag. Die Stadt plane, das «Tragen einer Alltagsmaske» auf dem Weihnachtsmarkt anzuordnen und das auch durchzusetzen, kündigte er an. «Wie diese Regelung genau aussehen kann, erarbeiten wir gerade.» Zudem soll der Markt in der Dresdner Innenstadt «entzerrt» und so organisiert werden, dass sich keine großen Menschenansammlungen bilden können.

Hilbert rief den Freistaat zudem auf, auf eine Kontaktnachverfolgung für die Weihnachtsmärkte zu verzichten. Diese sei unverhältnismäßig, so der Oberbürgermeister. Marktbetreiber - zumal bei einer Freiluftveranstaltung - dürften nicht schlechter gestellt werden, als die Betreiber von Einkaufszentren oder Passagen. Die Gesundheitsämter wären zudem völlig überlastet, wenn sie Tausende Adressen nachverfolgen müssten.

Sachsen hat in seiner aktuellen Corona-Schutzverordnung Weihnachtsmärkte mit mehr als 1000 Besuchern grundsätzlich erlaubt - wenn ein Hygienekonzept vorliegt und die Kontakte nachverfolgt werden können. «Mir ist aber sehr bewusst, dass die Organisation die Veranstalter angesichts der Auflagen vor große Herausforderungen stellt», sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) auf Anfrage. Daher werde derzeit eine Ergänzung der Vorschriften beraten. Auch im Kabinett soll das Thema diskutiert werden. «Wichtig ist mir, dass wir alles tun, um eine Ausbreitung von Corona zu vermeiden, gleichzeitig aber Weihnachtsmärkte ermöglichen», so Köpping.

In Dresden haben unterdessen Veranstalter einen Weihnachtsmarkt bereits abgesagt: Betroffen ist der Markt an der Münzgasse, einer Seitenstraße der Frauenkirche. Auflagen wie Kontaktnachverfolgung und Einzäunung seien mit viel Aufwand verbunden und ließen sich kaum realisieren, sagte ein Sprecher.

In Chemnitz findet der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr wegen der Corona-Regeln nur mit Einschränkungen statt. Eine große, zusammenhängende Fläche werde es nicht geben, teilte die Stadt mit. Stattdessen sind fünf verschiedene Areale in der Innenstadt vorgesehen. Zudem soll der Zugang beschränkt werden. Das Gelände wird eingezäunt, Besucher müssen sich an den Zugangstellen registrieren. Auch eine Anmeldemöglichkeit per App ist vorgesehen.

Geöffnet hat der Markt, der normalerweise Tausende Besucher anlockt, nur bis 20.00 Uhr. Zudem dürfen Händler nur Glühwein «ohne Schuss» ausschenken. Mit den Maßnahmen soll verhindert werden, dass wegen zu viel Alkohol Mindestabstände nicht eingehalten werden. Eine Maskenpflicht ist bisher nicht vorgesehen.

In Sachsen haben sich im Vergleich zum vergangenen Freitag 112 weitere Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, die meisten Fälle gibt es nach wie vor im Vogtland sowie im Erzgebirgskreis. Seit Anfang März wurden damit insgesamt 6720 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet.

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