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Dritter Prozess gegen mutmaßliche «Freie Kameraden»

18.10.2018 - Dresden (dpa/sn) - Das Dresdner Landgericht verhandelt gegen vier weitere mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen «Freien Kameradschaft Dresden» (FKD). Der Prozess bei der Staatsschutzkammer beginnt am kommenden Dienstag, wie die Justizbehörde am Mittwoch mitteilte. Die Dresdner zwischen 29 und 34 Jahren sind unter anderem wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruchs und des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion angeklagt. Einer der Männer ist seit Ende 2017 in Untersuchungshaft, die anderen sind auf freiem Fuß.

  • Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Angeklagten sollen bei rechtsextremen Krawallen vor Unterkünften für Flüchtlinge im August 2015 in Heidenau Polizisten mit Flaschen und Steinen attackiert haben. Ihnen wird zudem vorgeworfen, am Überfall auf ein linksalternatives Dresdner Wohnprojekt und an der Randale von Hooligans und Neonazis Anfang 2016 im Leipziger Stadtteil Connewitz beteiligt gewesen zu sein.

Es ist das dritte Verfahren gegen mutmaßliche «Freie Kameraden». Die Kammer hat dafür insgesamt 46 Verhandlungstage bis Ende Juni 2019 geplant. Im Zuge der Ermittlungen gegen die Neonazi-Gruppe waren im August 2017 zwei Männer zu Freiheitsstrafen verurteilt worden, in einem Fall davon war die Revision zum Teil erfolgreich. Seit Mitte September 2017 läuft ein Prozess gegen fünf junge Männer und eine Frau - noch bis Ende Mai 2019.

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