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Trainer Fiel als Partybremse nach Dresdens Köln-Coup

22.04.2019 - Nach Feiern war Dynamo Dresdens Trainer Cristian Fiel nicht zumute. Er warnte stattdessen vor der nächsten Aufgabe. Gegen Ingolstadt braucht die Mannschaft dieselbe Einstellung wie beim Sieg gegen Köln, um den Klassenverbleib perfekt zu machen.

  • Dynamos Erich Berko (l.) jubelt nach seinem Tor mit Haris Duljevic. Foto: Sebastian Kahnert © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dynamos Erich Berko (l.) jubelt nach seinem Tor mit Haris Duljevic. Foto: Sebastian Kahnert © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden (dpa) - Cristian Fiel wollte nicht lang feiern. «Ich will nicht derjenige sein, der irgendeine Party kaputt machen will. Aber wir müssen in den Köpfen haben, was am Freitag auf uns wartet», erklärte der Cheftrainer vom Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden am Sonntag nach dem überraschenden 3:0 seiner Mannschaft gegen den Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga, 1. FC Köln. «Das wird was ganz anderes sein. Aber wenn wir mit der Mentalität wie heute ins Spiel gehen, dann ist alles möglich.»

Der 39-Jährige richtete seinen Blick schnell auf die kommende Auswärtspartie gegen den 1. FC Ingolstadt. Beim Zweitliga-Schlusslicht können die Sachsen den Klassenverbleib perfekt machen. Fiel ahnt aber, wie schwer die Aufgabe werden könnte: Der FCI ist seit drei Partien ungeschlagen, hat dabei sieben Zähler geholt und neue Energie im Kampf gegen den Abstieg gewonnen. Die Oberbayern haben nur noch einen Zähler Rückstand auf den Relegationsrang, fünf auf einen direkten Nichtabstiegsplatz.

Zehn Punkte vor Ingolstadt hat Dynamo als 13. der Tabelle den Klassenverbleib so gut wie sicher. Doch genau darin sieht der Dynamo-Coach eine Stolperfalle: «Mehr als die Dinge anzusprechen und es im Training einzufordern, kann ich nicht. Ich hoffe aber, dass die Jungs Sandhausen noch nicht aus dem Kopf haben, sondern, dass sie wissen, wenn sie einen halben Schritt weniger wie heute in das Spiel gehen, dass wir dann dort einhundertprozentig unsere Probleme bekommen werden», erklärte Fiel.

Der Spanier kennt die zwei Gesichter seiner Mannschaft nur zu gut. Nur eine Woche vor dem Überraschungserfolg gegen den Liga-Krösus Köln zeigte seine Mannschaft im nicht weniger wichtigen direkten Abstiegsduell beim SV Sandhausen die wohl schlechteste Saison-Leistung. Auch acht Tage später konnte sich diese niemand erklären.

Fiel findet nur bedingt eine Erklärung: «Genau das ist der Fußball. Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Die Jungs müssen einfach wissen, wenn du mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehst, ist die Möglichkeit zu gewinnen groß. Wenn du mit keiner guten Einstellung ins Spiel gehst, dann ist es für den Gegner einfach leichter dich zu schlagen. Das war schon immer so und wird immer so sein», sagte der 39-Jährige. «Deshalb geht es auch im Training immer darum, es einzufordern. Weil ich dann hoffe, dass die Jungs merken wie es Spaß macht, wenn du viel investierst und Spiele gewinnst.»

Einer, auf den sich Fiel dabei zu einhundert Prozent verlassen kann, ist Erich Berko. Der 24-Jährige schoss vier der vergangenen sieben Dresdner Tore, bereitete ein weiteres vor. Berko befindet sich in Topform, hat unter Fiel seine neue Rolle als Stürmer gefunden. Doch am Ende der Saison ist das Kapital Dresden für ihn beendet, Dynamos zweitbester Torschütze wechselt zum Ligakonkurrenten SV Darmstadt 98. «Das ist für mich Charakter», lobt ihn sein Trainer. «Er hat mir ins Gesicht gesagt, dass er sein Bestes geben wird, solange er da ist. Und genau so ist es auch.»

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