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Erben fordert schnelle Aufklärung zu rechtem Netzwerk

06.06.2020 - Der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, Rüdiger Erben, hat eine schnelle Aufklärung über ein rechtes Netzwerk, dem auch Reservisten der Bundeswehr angehören sollen, gefordert. Es sei ein «höchst besorgniserregender Vorgang», sagte Erben am Samstag in Magdeburg. Einem am Freitag veröffentlichten Bericht der «taz» zufolge sollen sich mehrere Bundeswehr-Reservisten im Internet als Gruppe organisiert und unter anderem über private Bewaffnung und einen möglichen «Rassenkrieg» diskutiert haben.

  • Rüdiger Erben (SPD) spricht im Landtag von Sachsen-Anhalt, zu den Abgeordneten. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Rüdiger Erben (SPD) spricht im Landtag von Sachsen-Anhalt, zu den Abgeordneten. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Zeitung zufolge gehören der Gruppe unter anderem Mitglieder aus Sachsen-Anhalt und Sachsen an, die dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sein sollen. Ein Mann hat demnach jüngst in einem Corona-Krisenstab eines Landkreises in Sachsen-Anhalt gedient, ein anderer als Reservist zum Einsatz bereitgestanden. Zudem gebe es Bezüge zu AfD-Landesparteien, zu einer Burschenschaft in Leipzig sowie zum Reservistenverband Sachsen. «Solche Leute müssen aus der Bundeswehr und erst recht aus unseren zivilen Katastrophenschutzbehörden ferngehalten werden», so Erben.

Die «taz»-Recherchen beruhen unter anderem auf geleakten Facebook-Chats, in denen sich Mitglieder der Gruppe von September 2015 an ausgetauscht hätten. Es fänden sich zahlreiche rassistische Äußerungen, hieß es weiter. Vor dem Hintergrund des Zuzugs von Flüchtlingen sprachen die Männer und Frauen demnach von einem kommendem «Rassenkrieg». Für eine drohende Krisenlage gab es in der Gruppe dem Bericht zufolge Überlegungen, ein Dorf in Nordsachsen als Rückzugsort zu nutzen und mit Barrikaden und einem eigenen «militärischen Arm» zu verteidigen.

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