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Europas Kulturhauptstadt 2025: «Wird Chemnitz so gut tun»

28.10.2020 - Chemnitz vertritt Deutschland in fünf Jahren als Europäische Kulturhauptstadt. Zahlreiche Politiker gratulieren der Stadt, die vor zwei Jahren nach tagelangen Ausschreitungen Rechtsextremer in die Kritik geraten war.

  • Barbara Ludwig (SPD) spricht nach der Bekanntgabe. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Barbara Ludwig (SPD) spricht nach der Bekanntgabe. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat Chemnitz als Europäischer Kulturhauptstadt 2025 breite Unterstützung zugesichert. Die Landesregierung werde ihren Beitrag dazu leisten, «dass dieses Jahr 2025 zu einem ganz besonderen wird - mit einer Ausstrahlung, mit einem Impuls für Chemnitz, für Sachsen, für Deutschland und für die gesamte Europäische Union», sagte Kretschmer am Mittwoch nach Verkündung des Entscheids.

«Chemnitz 2025» habe das Potenzial, ein starker Impulsgeber für viele weitere Orte in Europa zu sein, betonte Kretschmer: «Denn Chemnitz steht auch dafür, wie wichtig es ist, die Gefahr von Spaltungen zu überwinden und aktiv für unsere europäischen Werte und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einzutreten.»

«Chemnitz ist heute glücklich und überwältigt, und es wird der Stadt so gut tun», sagte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD). Es sei ungemein wichtig für das Selbstvertrauen der Chemnitzer, einmal zu gewinnen. «Und nicht irgendwas, sondern den anspruchsvollsten Titel, auf den man als Stadt zuarbeiten kann», sagte die scheidende OB, die an diesem Donnerstag ihren letzten Arbeitstag hat.

Für die sächsische Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) ist der Chemnitzer Sieg eine Riesenchance für ganz Sachsen. «Nicht nur die Stadt Chemnitz ist glücklich, sondern der gesamte Freistaat ist glücklich, die Region ist glücklich», sagte sie kurz nach Bekanntgabe der Entscheidung, die sie gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Ludwig per Livestream in der Stadthalle verfolgt hatte. Der Titel sei gerade in einer für Kunst- und Kulturschaffende schwierigen Zeit ein Lichtblick. Zugleich betonte Klepsch, dass die Landesregierung ihre Zusage einhalten werde: Bis 2025 will der Freistaat insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig bezeichnete die Ernennung von Chemnitz als verdient. «Ich freue mich auf die facettenreichen Projekte, die in den kommenden Jahren mit Leben gefüllt und viele unterschiedliche Menschen in Europa verbinden werden», teilte der SPD-Politiker am Mittwoch auf Twitter mit. «Ich bin mir sicher, diesen Schwung, gerade im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft, können wir in Sachsen mitnehmen.»

Jetzt könne die Stadt Chemnitz zeigen, dass sie auch kreativ und bunt kann, sagte der Fraktionsvorsitzende der Linken im sächsischen Landtag, Rico Gebhardt. «Dass das Image vom «Ruß-Chemnitz» gestern war. Es ist aber auch für Sachsen eine Chance, sich vom eigenen sächsischen Provinzialismus zu lösen.»

Chemnitz bekomme die Chance, die ganze Vielfalt ihrer Kultur auf europäischer Bühne zu präsentieren, betonten die Grünen im Landtag. «Der Titel wird zahlreiche Kulturprojekte ermöglichen und verschafft Chemnitz, der Region und Sachsen internationale Aufmerksamkeit», fügte die Landtagsabgeordnete Claudia Maicher hinzu. Von den entworfenen kulturellen Formaten und Formen des Miteinanders könne das ganze Land lernen.

Der Titel Europäische Kulturhauptstadt wird nach Ansicht von Sachsens FDP-Chef Frank Müller-Rosentritt Chemnitz über Jahrzehnte prägen. «Chemnitz kann der ganzen Welt zeigen, dass es eine weltoffene und tolerante Stadt am Fuße des Erzgebirges ist, welche eine herausragende Kulturszene, beste Lebensqualität mit einer hervorragenden Wirtschaftsstruktur vereint», so der gebürtige Chemnitzer und Bundestagsabgeordnete. «Was für eine Chance. Es ist der wahr gewordene Traum der 20er Jahre in diesem Jahrhundert für meine Heimatstadt. Jetzt geht die Arbeit richtig los.»

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