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Prozess gegen Stalker: Staatsanwältin fordert Haft

15.11.2019 - Zwickau (dpa/sn) - Im Berufungsverfahren gegen einen Stalker hat die Staatsanwaltschaft am Freitag vor dem Landgericht Zwickau drei Jahre und sechs Monate Haft gefordert. In erster Instanz war der 31-Jährige im Mai diesen Jahres zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Die Verteidigung plädierte auf neun Monate Gefängnisstrafe, weil die Taten nicht so schwerwiegend gewesen seien wie in der Anklage dargestellt. Ursprünglich war das Urteil für diesen Freitag erwartet worden. Es soll nun am kommenden Freitag (22. November) verkündet werden.

  • Eingang vom Landgericht und Amtsgericht Zwickau. Foto: Jan Woitas/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eingang vom Landgericht und Amtsgericht Zwickau. Foto: Jan Woitas/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil der Sportschütze im Sommer 2018 fünfeinhalb Wochen lang vor der Polizei geflohen war. Grund war ein eskalierter Streit mit Nachrichten im Minutentakt, GPS-Sender am Auto und Todesdrohungen gegen seine Ex-Freundin und deren Kinder, weil der Mann das Ende der Beziehung nicht akzeptieren wollte. Er sitzt seit 15 Monaten in Untersuchungshaft.

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