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Extreme Trockenheit: Etliche Osterfeuer abgesagt

19.04.2019 - Im Norden Sachsens herrscht teilweise die höchste Waldbrandstufe. Über Ostern bleibt die Lage laut Sachsenforst angespannt. Als Reaktion auf die anhaltende Trockenheit sind Osterfeuer abgesagt worden.

  • Ein Schild weist nach langer Trockenheit die Waldbrandgefahrenstufe 5 aus. Foto: Monika Skolimowska/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild weist nach langer Trockenheit die Waldbrandgefahrenstufe 5 aus. Foto: Monika Skolimowska/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Leipzig/Chemnitz (dpa/sn) - Wegen hoher Waldbrandgefahr sind in einigen Gegenden Sachsens Osterfeuer abgesagt worden. Im nördlichen Sachsen galt am Freitag verbreitet die Waldbrandwarnstufe 4, im oberen Teil des Landkreises Nordsachsen sogar die höchste Warnstufe 5. Diese bedeutet, dass die Wälder nicht betreten werden dürfen. «Es ist schon wieder extrem trocken», sagte Meteorologe Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig am Freitag. Niederschläge seien das komplette Osterwochenende und auch in der Woche danach nicht in Sicht.

In der Dübener Heide (Nordsachsen) brachen am Karfreitag drei Waldbrände aus. Nach Polizeiangaben brannte es zweimal in der Nähe der Ortschaft Wellaune. Zudem wurden die Einsatzkräfte zu einem weiteren Feuer bei Roitzschjora gerufen. Dort brannte es auf rund 2500 Quadratmetern. Die Ursache war zunächst unklar. Hinweise auf Brandstiftung gab es laut Polizei nicht.

Nach Angaben des DWD werden über die Feiertage Temperaturen um die 20 Grad erwartet, örtlich auch darüber. Dazu gebe es nahezu uneingeschränkten Sonnenschein und böigen Ostwind. Diese Kombination aus Sonne und Wind führe zu verstärkter Austrocknung. Das sei nach dem Extremjahr 2018 «fast schon wieder eine Katastrophe», sagte Hain. In den Nächten wird es sternenklar und ziemlich kalt. Stellenweise könne es Bodenfrost geben. Zuletzt regnete es nach DWD-Angaben Anfang März stark.

Der Staatsbetrieb Sachsenforst schätzt die Waldbrandgefahren-Lage als «sehr angespannt» ein. Nach den Schäden, die 2018 durch Dürre und Sturm sowie Anfang dieses Jahres durch Schneebruch hervorgerufen wurden, sei sehr viel leicht brennbares Material in den Wäldern. Zur Trockenheit komme hinzu, dass die Bäume wegen der Austriebe viel Wasser aus den Böden ziehen, sagte Behördensprecher Renke Coordes.

Zahlreiche Städte und Gemeinden haben auf die hohe Waldbrandgefahr reagiert und bereits genehmigte Osterfeuer abgesagt. Nach Torgau, Taucha und Schkeuditz untersagte am Donnerstag auch Bad Düben offene Feuer. Im nordsächsischen Oschatz hingegen herrscht nach Angaben der Stadt Waldbrandstufe 3. Die genehmigten Osterfeuer könnten daher stattfinden. Die Menschen wurden allerdings aufgefordert, vorsichtig zu sein.

In den mittleren und südlichen Teilen Sachsens rechnet Sachsenforst damit, dass die Waldbrandgefahr bis zum Ostersonntag nicht über die Stufe 3 hinausgeht.

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