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Finale gegen Chemnitz: Vorfreude bei Eilenburg

09.08.2020 - Eilenburg oder Chemnitz? Am 22. August entscheidet sich, welches sächsische Team in den DFB-Pokal einzieht und dort auf die TSG Hoffenheim trifft.

  • Eine Reihe von Fußbällen auf dem Rasen. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Reihe von Fußbällen auf dem Rasen. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Jetzt träumen Mannschaft, Verantwortliche und Fans von Fußball-Oberligist FC Eilenburg vom ganz großen Coup. «Der Finaltag der Amateure ist eine Bühne, wo wir nur einmal so eine Chance bekommen. Das wird ein Riesenerlebnis, von dem wir noch unseren Kindern erzählen können», sagte Trainer Nico Knaubel nach dem überraschenden 1:0-Sieg im Sachsenpokal-Halbfinale gegen den Regionalligisten 1. FC Lokomotive Leipzig im MDR.

Am 22. August (14.45 Uhr/ARD) trifft Eilenburg im Endspiel im heimischen Ilburg-Stadion auf den Drittliga-Absteiger Chemnitzer FC, der sich bei International Leipzig mit 3:0 durchgesetzt hatte. Der Sieger des Duells darf sich in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals auf ein Heimspiel gegen den Bundesligisten TSG Hoffenheim freuen.

Zum Matchwinner für das Knaubel-Team avancierte Adam Fiedler. Der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler nutzte vor 1000 Zuschauern, die nach entsprechender Genehmigung durch die Behörden für die Partie zugelassen waren, in der 55. Minute einen Fehler in der Leipziger Hintermannschaft zum Siegtor für den Außenseiter. War die Mannschaft des neuen Lok-Trainers Almedin Civa im ersten Durchgang noch überlegen, fehlte es den Leipzigern in der zweiten Hälfte an Ideen und spielerischen Mitteln. «Wir waren nach dem Gegentor wie gelähmt. Wir hätten uns alle gewünscht, dass wir ins Finale einziehen. Nun ist vor dem ersten Punktspiel ordentlich Druck auf dem Kessel», sagte Leipzigs gesperrter Mittelfeldspieler Sascha Pfeffer.

Die Eilenburger lagen sich nach dem Schlusspfiff dagegen überglücklich in den Armen und bejubelten die Überraschung. «Wir können es noch nicht fassen. Die Jungs sollen feiern, am Mittwoch müssen wir aber wieder zum Alltag übergehen, weil am Samstag das erste Punktspiel ansteht. Dann können wir uns wirklich sieben Tage auf das Finale freuen», meinte Knaubel.

Endspielgegner Chemnitz hatte bei Oberligist International Leipzig keine Mühe. Danny Breitfelder (19.), Christian Bickel (43.) und Tobias Müller (89./Foulelfmeter) trafen vor 380 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion für den überlegenen Regionalligisten. «Wir haben bei 35 Grad ein gutes Spiel gemacht und dem Gegner nur eine Chance gestattet», meinte Torschütze Breitfelder. Auch der neue Chemnitzer Cheftrainer Daniel Berlinski war zufrieden: «Wir waren von Beginn an dominant und ich hatte nicht das Gefühl, dass wir zu irgendeiner Sekunde nicht das Zepter in der Hand hatten.»

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