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Fortschrittsglaube und Nationalidee: Ausstellung in Dresden

15.07.2020 - Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden rückt mit einer Ausstellung die Veränderungen des 19. Jahrhunderts in Verbindung mit drei blutigen Konflikten ins Licht. «Krieg Macht Nation. Wie das deutsche Kaiserreich entstand» zeichnet ab Donnerstag anhand von über 500 Exponaten aus eigenem Bestand und Leihgaben nach, wie Deutschland zum Nationalstaat wurde, sagte Museumsdirektor Armin Wagner am Mittwoch. Zeugen des Deutsch-Französischen Krieges, der vor 150 Jahren begann, des Deutsch-Dänischen Krieges 1864 und des Deutschen Krieges 1866 seien in vielen Städten präsent, ihr Hintergrund aber oft vergessen, weil «durch Ereignisse der jüngeren und jüngsten Vergangenheit» überformt.

  • Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Schau bietet laut Wagner einen differenzierten Blick auf diese Epoche, ihre Menschen und die Dynamik der damit verbundenen Entwicklung in Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Gesellschaft von Telegrafie über Rotes Kreuz bis zur Massenpresse. Dabei gehe es um die Frage nach Hoffnungen und Zielen, die Menschen mit der Idee der Nation verbanden und nach der Rolle von Kriegen dabei.

Die Zeitreise führt an Schlachtengemälden vorbei durch Gänge, in denen Dokumente, Fotos, Waffen, Uniformen, Orden, Fahnen, Landkarten und Alltagsgegenstände von den Ereignissen zeugen, vom Milchkännchen mit Dänen-Flagge bis zur Inszenierung des historischen Dresdner Schlachtenpanorama «Die Erstürmung von St. Privat am 18. August 1870». Kunstmaler Louis Braun hatte es 1883 geschaffen und dafür auch militärische Führer und Soldaten porträtiert. Zu den besonderen Exponaten gehören auch Adolph Menzels «Der sterbende Soldat», das berühmte Porträt von Kaiserin «Sissi», Napoleon III. als Nussknacker, der Revolver, mit dem der Attentäter 1866 auf Ministerpräsident Otto von Bismarck schoss, oder die Hörner eines am Ende der Belagerung von Frankreichs Hauptstadt geschlachteten Tieres - das «letzte Rindvieh von Paris» weist den Weg zur Ausstellung.

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