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Freistaat will kleinen Unternehmen mit Sachsenfonds helfen

17.03.2020 - Die Folgen der Coronavirus-Pandemie bekommen auch die vielen kleinen Firmen in Sachsen zu spüren. Eine genaue Summe für den Sachsenfonds steht noch nicht fest. Wirtschaftsminister Dulig geht aber von einem dreistelligen Millionenbetrag aus.

  • Martin Dulig spricht zu Deligierten. Foto: Robert Michael/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Martin Dulig spricht zu Deligierten. Foto: Robert Michael/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sachsen will kleinen Unternehmen mit einem Fonds helfen, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie abzufedern. «Wir müssen mit eigenen Mitteln dort helfen, wo Bundesmittel nicht greifen», kündigte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Dienstagabend in Dresden an. Das Sonderprogramm ist für Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten sowie für Freiberufler gedacht, die durch das Coronavirus in eine Notlage geraten sind. Sie sollen über die Sächsische Aufbaubank (SAB) öffentliche Darlehen bis zu 100 000 Euro bekommen - zinsfrei und mit einer Laufzeit von acht Jahren. Für die ersten drei Jahre müssen die Darlehen auch nicht getilgt werden.

Auf einem Krisengipfel hatte der Wirtschaftsminister am Dienstag zuvor mit Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) und Vertretern von Gewerkschaften, Wirtschaftsverbänden, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und Arbeitsagentur über die Auswirkungen der Coronavirus-Krise gesprochen. Teils seien «dramatische Zustände» geschildert worden, so Dulig - vom Einzel- und Großhandel bis hin zu Maschinen- und Anlagenbau und der Zulieferindustrie. Am Dienstag hatte auch Volkswagen angekündigt, die Produktion zeitweise auszusetzen. Am Donnerstag werden die Fabriken nach der Spätschicht für zunächst voraussichtlich zwei Wochen geschlossen.

«Wir erleben bereits jetzt wirtschaftliche Einbrüche, die zunehmen werden», so Dulig. Er gehe von einem «dreistelligen Millionenbetrag» für den Sachsenfonds aus. Es könne aber noch niemand sagen, wie hoch der Bedarf tatsächlich ist. «Aber wir müssen anfangen, wir wollen schnell reagieren», so Dulig. Derzeit gehe es um die genaue Ausgestaltung des Programmes, später könne es in den Hilfsprogrammen des Bundes aufgehen, so Dulig.

Nach Angaben der Arbeitsagentur Sachsen haben von den rund 112 00 Betrieben in Sachsen 64 Prozent zwischen einem und fünf Beschäftigte. Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung, rechnet mit einer deutlichen Zunahme der Arbeitslosigkeit in den nächsten Wochen. Er kündigte an, dass die Dienststellen der Jobcenter und Regionaldirektionen von Mittwoch an schließen. Es gehe darum, die physischen Kontakte einzuschränken, so Hansen. Leistungen und Services stünden aber online bereit. Die rund 6000 Mitarbeiter würden derzeit verteilt, um sämtliche Kommunikationskanäle zu bedienen und per Telefon, Videokonferenz oder Mail Anliegen zu bearbeiten.

Markus Michalow, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Sachsen, stellte ebenfalls schnelle Hilfen in Aussicht. Innerhalb von einem Tag könnten Entscheidungen getroffen werden, um eine notwendige Bankbürgschaft für die Unternehmen zu stellen. Diese werden für Kredite benötigt.

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