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Freital-Prozess: Verteidiger verlangen Bewährungsstrafen

28.01.2021 - Die Verteidiger im zweiten Prozess um die rechtsextreme «Gruppe Freital» am Oberlandesgericht Dresden wollen Bewährungs- oder Geldstrafen für ihre Mandanten. «Er war weder Mitglied noch Unterstützer», sagte der Anwalt eines 53-Jährigen. Der Anwalt eines 27 Jahre alten Mannes plädierte auch unter Verweis auf eine «schwere Kindheit» seines Mandanten auf anderthalb Jahre Freiheitsstrafe auf Bewährung.

  • Eine Figur der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Figur der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der junge Mann habe nicht bewusst mitgemacht, zudem sei nicht nachgewiesen, dass er an der Beschaffung von Material für Sprengsätze beteiligt war, lautete ein Argument. Der Anwalt eines 31-Jährigen forderte zwei Jahre auf Bewährung, sein Kollege «eine Bewährungsstrafe im unteren Bereich» für eine 31-Jährige, die mit einem schon verurteilten Gruppenmitglieder verlobt war. Sie habe sich hinreißen lassen.

Den vier Angeklagten werden in unterschiedlicher Tatbeteiligung Straftaten wie Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung, Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, Beihilfe zu versuchtem Mord, Sachbeschädigung und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen. Am Montag hatte die Generalstaatsanwaltschaft Freiheitsstrafen von acht Monaten bis zu drei Jahren und zwei Monaten gefordert, die in zwei Fällen zur Bewährung ausgesetzt werden könnten.

Die als terroristisch eingestufte Vereinigung hatte von Sommer bis Anfang November 2015 in der Kleinstadt südwestlich von Dresden und Umgebung Anschläge auf Ausländer und politisch Andersdenkende verübt, um diese einzuschüchtern, die Aufnahme von Flüchtlingen zu verhindern oder diese zu vertreiben. Sieben Männer und eine Frau, darunter die Rädelsführer, waren im März 2018 zu Freiheitsstrafen zwischen vier und zehn Jahren verurteilt worden. Im zweiten Prozess um die «Gruppe Freital» will der Staatsschutzsenat am 4. Februar seinen Beschluss verkünden.

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