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Gartenschau-Areale: Es blüht noch nicht überall

23.03.2020 - Blühende Landschaften im Osten - für die Areale der ehemaligen Landesgartenschauen in Sachsen gilt das nicht überall. Die einen haben schon gepflanzt, die anderen haben es demnächst vor - nur Oschatz muss vorerst passen.

  • Bäume der Wildpflaume (Mirabelle) blühen auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau. Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bäume der Wildpflaume (Mirabelle) blühen auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau. Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zum Frühlingsbeginn am vergangenen Samstag waren die meisten Areale der bisherigen Landesgartenschauen noch keine blühenden Landschaften. Die Gründe dafür sind vielfältig, haben aber zum Teil auch mit der aktuellen Entwicklung im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise zu tun. So stocken in Frankenberg (Landkreis Mittelsachsen) nach Stadtangaben Rückbauarbeiten und der Umbau der ehemaligen Blumenhalle zum Erlebnismuseum ZeitWerkStatt. Eine Umfrage der Deutsche Presse-Agentur gibt einen stichprobenartigen Überblick.

Frankenberg (2019): Die 8. und bislang letzte Landesgartenschau fand im vergangenen Jahr in Frankenberg statt. Auf dem Gelände wird in diesem Jahr weniger Blütenpracht zu sehen sein. Eine flächendeckende Bepflanzung mit Blumen wie im Vorjahr ist nicht geplant, teilte die Stadt mit. Sehr viele Pflanzflächen seien zu Wiesen umgestaltet worden.

Erhalten geblieben sind unter anderem der Heidegarten, der Liliengarten, der Steingarten oder der Garten der Giganten. Diese würden künftig zum Teil durch Patenschaften oder durch den Bauhof gepflegt werden. An der ehemaligen Blumenhalle bleibt eine Rabatte für saisonale Bepflanzung sowie mehrjährige Sommerstauden erhalten. Die Stadt plant nach eigenen Angaben für die Bepflanzung mit Materialkosten von rund 1500 Euro.

Einige Teile in der Zschopauaue sind er Öffentlichkeit schon zugänglich, bereits komplett öffentlich sind die Paradiesgärten Mühlbachtal.

Oelsnitz/Erzgebirge (2015): Die Stadt hatte damals das Gelände eines früheren Steinkohle-Bahnhofs in einen Bürger- und Familienpark verwandelt. «Es wird nichts Neues gepflanzt», teilte Bürgermeister Bernd Birkigt (parteilos) mit. Die gesamte Anlage sei von vornherein als extensive und nachhaltige Bepflanzung angelegt gewesen. Als erste ostdeutsche Stadt hatte Oelsnitz dafür im vergangenen Jahr den Preis der Karl-Foerster-Stiftung für innovative und nachhaltige Freiflächenkonzepte bekommen. Außerdem, so Birkigt, sei man im Endausscheid beim European Award for Ecological Gardening gewesen.

Die Pflege des Areals erfolgt in Eigenregie. Noch in diesem Frühjahr wird im Park eine rund 1300 Quadratmeter große, intensiv gepflegte Rasenfläche in eine Schmetterlingsblumenwiese umgestaltet, um der biologischen Vielfalt noch mehr Raum zu geben, teilte die Stadt mit. Dafür sei eine gärtnerische Fachfirma beauftragt worden. Da die Anlage ein öffentliches Parkgelände sei, gebe es keine Beschränkungen beim Besuch.

Löbau (2012): Die Stadt im Landkreis Görlitz hat bereits damit begonnen, seinen Messe- und Veranstaltungspark für den Frühling herzurichten. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist die Stadtgärtnerei Löbau schon seit der vorigen Woche dabei, für neue Blütenpracht zu sorgen. «Wir haben auf dem gesamten Gelände diverse Pflanzkübel und drei größere Freiflächen bepflanzt», hieß es aus dem Rathaus. Derzeit würden Margeriten und Stiefmütterchen gepflanzt.

Die Stadt hatte für die Landesgartenschau am Fuße des Löbauer Berges 20 Hektar Brachflächen von ehemaligen Industriestandorten umgestaltet. Das Gelände mit seinen Parkanlagen sei trotz der Corona-Krise für die Besucher geöffnet, teilte die Stadt mit. Allerdings mussten geplante Veranstaltungen abgesagt oder verschoben werden.

Oschatz (2006): Das Gelände der 4. Landesgartenschau ist inzwischen der O-Schatz-Park und ein Tier- und Freizeitpark. Dieser sei derzeit wegen der Pandemie geschlossen, teilte die Stadt mit. Seit 14. März und noch vorerst bis zum 31. März ist er zu. Bewirtschaftet wird der Park von der Lebenshilfe Oschatz. Bis zu 36 Beschäftigte mit Behinderung arbeiteten in diesem Arbeitsbereich der Werkstatt für behinderte Menschen Oschatz, heißt es auf der Internetseite der Lebenshilfe. Und weiter: «Sie sind zuständig für die Bewirtschaftung der Außenanlagen, die Pflege der Tiere und ihrer Gehege, die gastronomische Versorgung unserer Besucher sowie die Betreuung der verschiedenen Freizeitanlagen.»

Großenhain (2002): 18 Jahre nach der Landesgartenschau gibt es in der Stadt im Landkreis Meißen keine vergleichbar intensive Bepflanzung mehr wie damals, hieß es aus der Stadtverwaltung. «Momentan werden nur noch wenige Intensivbereiche mit Wechselpflanzung bepflanzt.» Dennoch kommen seit dem 16. März Frühjahrsblüher von Primel, Stiefmütterchen, Vergißmeinnicht und Veilchen in den Boden. Außer den Spielbereichen ist das Gelände öffentlich zugänglich. «Größere Menschenansammlungen sollten aber auch hier vermieden werden», betonte eine Stadtsprecherin.

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