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Gebet und Gesang mit Maske zu Reformation und Allerheiligen

28.10.2020 - Die Coronapandemie beeinträchtigt nach Ostern und Pfingsten weitere christliche Feste. Auch am Reformationstag und an Allerheiligen gelten Einschränkungen in Sachsens Kirchen - teils auch verschärft.

  • Ein Grablicht leuchtet auf einem Friedhof. Foto: Heiko Lossie/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Grablicht leuchtet auf einem Friedhof. Foto: Heiko Lossie/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Beten und Singen auf Distanz und mit Maske: Nach Ostern und Pfingsten feiern Sachsens Christen an diesem Wochenende weitere Kirchenfeste unter Corona-Bedingungen. Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen empfiehlt die evangelische Landeskirche ihren Kirchgemeinden dringend, bei den Gottesdiensten zum Reformationstag (31. Oktober) durchgängig eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Im Bistum Dresden-Meißen muss die Maske auch zu Allerheiligen (1. November) sein, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann, wie ein Sprecher des Bischöflichen Ordinariats am Mittwoch in Dresden sagte.

In den evangelischen Gemeinden werde die Teilnehmerzahl entsprechend der Kirchengröße begrenzt, unter Wahrung der vorgeschriebenen und seit Monaten praktizierten Distanz, sagte eine Sprecherin des Landeskirchenamtes. Hinsichtlich der Maske liege die Entscheidung letztlich bei jeder Kirchgemeinde selbst. «In deren Belange dürfen wir nicht hineinregieren.» Wenn der Mund-Nase-Schutz für die Dauer des Gottesdienstes angeordnet ist, wird auch damit gesungen.

Landesbischof Tobias Bilz predigt beim Festgottesdienst am Samstag im Dom zu Meißen. In der Stadtkirche St. Marien in Roßwein (Mittelsachsen) gibt es einen Hörfunkgottesdienst und in der Leipziger Peterskirche ist die frühere Landesbischöfin der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland, Ilse Junkermann, zu Gast. In Sayda (Mittelsachsen) können Kinder im Pfarrhaus auf Zeitreise ins 16. Jahrhundert gehen und die Schneeberger Christen im Erzgebirge feiern Bergmännischen Gottesdienst. In der Frauenkirche Dresden werden Erwachsene getauft und auf dem Airport der Landeshauptstadt wird ökumenisch gefeiert - in der Flughafenkapelle. Mehrere Kirchgemeinden holen die im Frühjahr wegen des Lockdowns verschobenen Konfirmationen nach, zudem sind vielerorts Konzerte angekündigt.

Mit dem Reformationstag wird an den Beginn der kirchlichen Erneuerung im 16. Jahrhundert erinnert. Als Datum für den Beginn der Reformation, die zur Trennung von Rom und zur Gründung der protestantischen Kirchen führte, wurde der Thesenanschlag Martin Luthers (1483-1546) an die Wittenberger Schlosskirche am 31. Oktober 1517 gewählt. Mit der Publikation seiner 95 Thesen hatte er den von der katholischen Kirche praktizierten Verkauf von Ablassbriefen zum Freikauf von Sünden kritisiert.

Die katholischen Christen gedenken an Allerheiligen Menschen, die heiliggesprochen wurden oder die sie für heilig halten und an Allerseelen (2. November) aller Verstorbenen. «Gottesdienste und Gräbersegnungen finden unter Beachtung der Corona-Regeln statt», sagte ein Bistumssprecher. Dabei würden die Namen der seit November des Vorjahres Verstorbenen verlesen und Kerzen für sie angezündet.

Wegen der Corona-Infektion mehrerer Priester ist das Angebot von Gottesdiensten jedoch derzeit im Siedlungsgebiet der sorbischen Minderheit eingeschränkt. «Messfeiern mussten zum Teil ausfallen», sagte er. Nach einem Bericht des MDR wurde die traditionelle Segnung der Gräber zu Allerheiligen (1. November) unter anderem in Radibor, Sdier und Crostwitz verschoben.

Die Lage sei angesichts eines dynamischen Infektionsgeschehens unübersichtlich und auch unklar, welche Gottesdienste stattfinden. Gläubige sollten sich vor Ort über die jeweiligen Regelungen informieren. Zum Bistum Dresden-Meißen gehören sechs sorbische Pfarreien und die Pfarrei Bautzen - mit deutschen und sorbischen Christen.

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