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Gedenktag: Aktionsbündnis will Neonazi-Aufmarsch verhindern

04.02.2020 - Auch 75 Jahre nach der Zerstörung Dresdens ist das Gedenken in der Landeshauptstadt nicht einfach. Rechtsextreme und Gegner machen mobil. Zudem wird Bundespräsident Steinmeier erwartet.

  • Teilnehmer einer Demonstration des Bündnisses „Dresden nazifrei“ protestieren gegen einen Neonazi-Aufmarsch mit einem Plakat mit der Aufschrift "Kein Platz für Nazis!". Foto: Str./dpa/Archiv © dpa - Deutsche...

    Teilnehmer einer Demonstration des Bündnisses „Dresden nazifrei“ protestieren gegen einen Neonazi-Aufmarsch mit einem Plakat mit der Aufschrift "Kein Platz für Nazis!". Foto: Str./dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden (dpa/sn) - Mit einer Aktionswoche rund um den 13. Februar wollen mehrere Initiativen um das Bündnis «Dresden Nazifrei» gegen Rechtsextremismus sowie einen geplanten Neonazi-Aufmarsch protestieren. 75 Jahre nach Ende der Nazi-Herrschaft müsse ein ganz besonderes Zeichen gesetzt werden, sagte Annalena Schmidt vom Bündnis «Dresden Nazifrei» am Dienstag in Dresden. Das neu gegründete linksgerichtete «Aktionsbündnis 13. Februar 2020», dem unter anderem die Grüne Jugend Dresden, die Dresdner Jusos und die Initiative «Hope - fight racism» angehören, wollen mit ihren Aktionen einen «Gegenpol» zum Gedenken der Stadt setzen, hieß es.

Unter anderem ist für den 9. Februar der Mahngang Täterspuren an ehemalige NS-Orte in Dresden geplant - elf Stationen stehen auf dem Programm. Am 13. Februar plant das Bündnis auch eine Demonstration auf dem Dresdner Altmarkt. Zudem ruft das Bündnis dazu auf, einen für den 15. Februar von Rechtsextremen geplanten Marsch durch die Dresdner Innenstadt zu verhindern.

Dresden war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach von britischen und amerikanischen Bomben stark zerstört worden, bis zu 25 000 Menschen starben. In diesem Jahr jährt sich das Gedenken zum 75. Mal. Aktuell sind um den Tag herum rund 20 Demos, Mahnwachen und Versammlungen angemeldet. Zur zentralen Gedenkveranstaltung der Stadt im Kulturpalast wird auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet, der sich im Anschluss auch in die traditionelle Menschenkette einreihen will. Dafür reichen sich jedes Jahr Tausende Menschen die Hand, um die Innenstadt symbolisch mit einem schützenden Ring zu umschließen und ein Zeichen für Versöhnung zu setzen.

Zum 75. Jahrestag veröffentlicht die Stadt zudem im Internet vier Zeitzeugeninterviews unter dem Motto «Nicht hassen, nicht spalten». Das erste ging am Dienstag online. Vier Menschen, die 1945 geboren worden, berichten über das Aufwachsen in einer zerstörten Stadt und von den Jahrzehnten des Aufbaus. 1945 kamen in Dresden nach Angaben der Stadt 4639 Kinder zur Welt.

Neonazis hatten in der Vergangenheit immer wieder versucht, den 13. Februar für ihre Zwecke zu missbrauchen und die Verbrechen der Nationalsozialisten zu relativieren. Seit 2012 überwiegt das friedliche Gedenken der Bürger.

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