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Gefahr der Einschleppung der Schweinepest weiter hoch

23.03.2020 - Die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest ist durch das neuartige Coronavirus etwas verdrängt worden. Aber die Gefahr ist nach wie vor da.

  • Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis90/Die Grünen). Foto: Paul Zinken/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis90/Die Grünen). Foto: Paul Zinken/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aus Westpolen ist nach Einschätzung des Verbraucherschutzministeriums in Brandenburg weiter hoch. «Wir sind zurzeit enorm mit der Eindämmung des für den Menschen gefährlichen Corona-Virus beschäftigt. Doch wir haben auch die Afrikanische Schweinepest weiter im Blick. Brandenburg ist hier vorbereitet», erklärte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Montag. Die polnischen Veterinärbehörden hatten zuvor über einen ersten ASP-Fall bei Hausschweinen informiert - keine hundert Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. Bislang waren allein Wildschweine infiziert.

Nun müssen in einem Zuchtbetrieb in Westpolen knapp 24 000 Hausschweine getötet werden. Die Tierseuche sei in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Niedoradz in der Woiwodschaft Lebus nachgewiesen worden, teilte das Hauptveterinäramt am Montag in Warschau mit. Der Ort liegt etwa 78 Kilometer östlich von Guben. Schwerpunkt des Betriebs war die Produktion von Ferkeln, Mastschweine gab es dort nicht. Den Angaben zufolge ist es der erste nachgewiesene Ausbruch von ASP bei Hausschweinen in diesem Jahr.

In Brandenburg gibt es bislang weiterhin keinen Fall der Afrikanischen Schweinepest bei Wild- und Hausschweinen. Nonnemacher bat Betreiber von Schweine haltenden Betrieben, an der Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen und der Vorgaben der Schweinehaltungshygieneverordnung weiter festzuhalten.

Zudem wurde in den an Polen angrenzenden Landkreisen Brandenburgs eine verstärkte Bejagung von Schwarzwild vorangetrieben. Entlang der Grenze wurde ein 120 Kilometer langer Wildschutzzaun errichtet. Eine für Ende des Monats geplante landesweite Tierseuchenübung zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest hingegen findet wegen der Gefahr vor dem Coronavirus nicht statt.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hoch ansteckende Erkrankung der Haus- und Wildschweine. Für den Menschen ist sie ungefährlich.

Seit Mitte November waren in der Woiwodschaft Lebus nahe der deutsch-polnischen Grenze viele mit dem Virus infizierte Wildschweinkadaver gefunden worden. Laut Hauptveterinäramt wurden seit dieser Zeit allein im Kreis Nowasolski, in der auch die Ortschaft Niedoradz liegt, bei 146 Wildschweinen ASP nachgewiesen.

Ende Januar hatte es in Westpolen einen Fall nur zwölf Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt gegeben. Brandenburg und Sachsen haben wegen der grenznahen Fälle schon Schutzzäune errichtet.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium geht nicht davon aus, dass die Seuche aus dem betroffenen Betrieb nach Deutschland eingeschleppt werden kann. In einem Statement dazu hieß es, der Ausbruch in dem Ferkelzuchtbetrieb sei in einem Gebiet aufgetreten, das nach EU-Recht wegen der ASP-Fälle bei Wildschweinen schon als Sperrzone eingestuft worden sei. Der Transport von Schweinen sowie der Handel mit Schweinefleisch und Schweinefleischprodukten seien daher untersagt.

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