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Gewaltsamer Tod von Chemnitz wird in Dresden verhandelt

19.02.2019 - Chemnitz/Dresden (dpa/sn) - Der gewaltsame Tod eines Mannes am Rande des Chemnitzer Stadtfestes Ende August wird vom 18. März an im Sicherheitssaal des Oberlandesgerichts Dresden (OLG) verhandelt. Die Schwurgerichtskammer des Chemnitzer Landgerichts begründete das am Dienstag mit einem «außerordentlich großen Interesses der Öffentlichkeit» und erhöhten Sicherheitsanforderungen. Diese seien besser im genannten Prozessgebäude zu gewährleisten. Nach der Tat war es in Chemnitz zu fremdenfeindlichen Übergriffen, rechten Demonstrationen und Anschlägen auf ausländische Restaurants gekommen.

  • Eine Gedenkplatte mit der Aufschrift «Daniel H. - 26.08.2018» unweit des Karl-Marx-Monumentes. Foto: Martin Kloth/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Gedenkplatte mit der Aufschrift «Daniel H. - 26.08.2018» unweit des Karl-Marx-Monumentes. Foto: Martin Kloth/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten gemeinschaftlichen Totschlag und gemeinschaftlichen versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor. Der Syrer soll am 26. August 2018 gemeinsam mit einem auf der Flucht befindlichen Iraker den 35 Jahre alten Deutschen durch Messerstiche getötet haben. Zudem sollen beide einem weiteren Mann eine schwere Stichverletzung im Rücken beigebracht haben. Das Verfahren gegen den Iraker wurde abgetrennt.

Der Fall erregte bundesweit Aufmerksamkeit. Zuletzt war darüber spekuliert worden, ob ein Streit um Drogen das Verbrechen ausgelöst haben könnte. Der Sicherheitssaal des OLG in Dresden war eigens für den Prozess gegen die rechten Terroristen der «Gruppe Freital» hergerichtet worden.

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