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Handwerk will höheren Meisterbonus

18.11.2019 - Vom Lehrling zum Meister - kein einfacher Weg, und teuer noch dazu. Seit 2016 Jahr gibt es den Bonus in Höhe von 1000 Euro in Sachsen - zu wenig, findet das Handwerk.

  • Ein Mann schneidet einen alten Auspuff auf. Foto: Felix Kästle/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mann schneidet einen alten Auspuff auf. Foto: Felix Kästle/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Handwerk setzt sich für eine Erhöhung des 2016 im Freistaat eingeführten Meisterbonus ein. Um mehr Gesellinnen und Gesellen für eine höherqualifizierte Berufsbildung mit Meistertitel zu ermuntern, sei eine Erhöhung von den derzeit 1000 Euro auf mindestens 2500 Euro pro Person wünschenswert, sagte der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer, am Montag in Dresden. Damit könnte die Politik mehr Anreize für die Selbstständigkeit schaffen, so Ermer mit Blick auf die zahlreichen Firmenübernahmen, die aus Altersgründen anstehen.

In den nächsten zehn Jahren suchen nach Einschätzung des Handwerkstages zwischen 7000 und 10 000 Handwerksbetriebe in Sachsen einen Nachfolger. In Handwerksberufen mit Meisterpflicht dürfen sich nur Handwerker selbstständig machen und ausbilden, die über einen Meistertitel verfügen. Das Handwerk sei verstärkt auf Fach- und Führungskräfte angewiesen, betonte Ermer.

Zudem verlangt das Handwerk Klarheit über die künftige Infrastruktur der dualen Berufsausbildung - und eine Aussage darüber im künftigen Koalitionsvertrag. Die Frage sei, wann genau der Berufsschulnetzplan für ganz Sachsen fertig vorliege und in Kraft treten soll, so Präsident Ermer.

Insgesamt gibt sich das Handwerk - trotz Wirtschaftsflaute - zufrieden. In der aktuellen Herbst-Konjunkturumfrage bewerteten mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen ihre Lage als gut. Die Auftragsbücher in den meisten Betrieben und über alle Gewerke hinweg seien gut gefüllt, sagte Vizepräsident Frank Wagner. Vor allem im Bau- und Ausbaugewerbe liefen die Geschäfte gut, angekurbelt durch die unverändert hohe Nachfrage der Privatverbraucher. «Statt das Geld bei Nullzins auf die Bank zu schaffen, investieren viele lieber in die eigenen vier Wände», so Wagner.

Hingegen sind die Erwartungen für die kommenden Monate eher gedämpft: Nur noch 11 Prozent der Befragten rechnen mit guten Geschäften, vor einem Jahr waren es noch rund 16 Prozent. Befragt wurden rund 1600 Betriebe. In Sachsen gibt es aktuell rund 56 400 Handwerksbetriebe mit rund 320 000 Beschäftigten.

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