Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Immer mehr Ausländer finden in Sachsen einen Job

01.06.2019 - Aus manchem Krankenhaus in Sachsen sind ausländische Ärzte nicht mehr wegzudenken. Aber auch in anderen Branchen gibt es immer mehr Kollegen mit Migrationshintergrund oder nichtdeutscher Staatsbürgerschaft. Die meisten von ihnen stammen aus Polen und Tschechien.

  • Ein Flüchtling aus Somalia arbeitet in seinem Ausbildungsbetrieb. Foto: Christoph Schmidt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Flüchtling aus Somalia arbeitet in seinem Ausbildungsbetrieb. Foto: Christoph Schmidt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden (dpa/sn) - Durch den Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt finden auch immer mehr Ausländer in Sachsen einen Job. Wie die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz der dpa mitteilte, gehen mehr als 78 500 Ausländer im Freistaat einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach. Damit liegt deren Anteil gemessen an den 1,63 Millionen insgesamt Beschäftigten bei 4,8 Prozent, dem bisher höchsten für Sachsen ermittelten Wert.

Im Juni 2016 waren es noch weniger als 50 000 ausländische Beschäftigte und 3,2 Prozent. «Sachsen profitiert zunehmend von der Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte», sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen, Klaus-Peter Hansen. «Dennoch sehen wir viel Luft nach oben.» Denn bundesweit liege der Anteil von Arbeitnehmern anderer Staatsbürgerschaft bei 11,9 Prozent.

Doch die Beschäftigung wächst bereits: So seien in den vergangenen zwölf Monaten in Sachsen rund 10 800 zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse für deutsche und mehr als 13 200 für ausländische Staatsbürger entstanden, hieß es. Das kräftigste Wachstum gab es in Dresden, in Leipzig, in Görlitz, in Bautzen und in der Stadt Chemnitz. Das mittlere Einkommen aller Vollzeit-Beschäftigten in Sachsen lag 2017 bei 2479 Euro, das der Ausländer bei 1882 Euro. «Mit dem Blick auf die Auswirkungen der Demografie, müssen wir künftig mehr als bisher die Fachkräfte aus dem Ausland für Sachsen begeistern», sagte Hansen.

Die meisten ausländischen Arbeitskräfte kamen den Angaben zufolge aus den unmittelbaren Nachbarländern - rund 18 700 aus Polen, etwa 10 400 aus der Tschechischen Republik sowie 5300 aus Rumänien, mehr als 3000 aus Syrien und mehr als 2600 aus Russland. Mehr als 37 000 von ihnen haben eine abgeschlossene Berufsausbildung, etwa 4000 sind Techniker oder Meister und fast 11 000 haben einen akademischen Abschluss. Etwa jeder Dritte arbeitet als Helfer.

Die meisten von ihnen fanden einen Job im Verarbeitenden Gewerbe (rund 11 400) oder in der Zeitarbeit (fast 11 300), mehr als 9200 im Gastgewerbe und mehr als 7600 auf dem Bau. Im Gesundheitswesen sind demnach 3650 und im Bereich Heime und Sozialwesen rund 2820 Männer und Frauen aus dem Ausland beschäftigt.

Den Angaben der Arbeitsagentur zufolge arbeiten etwa 400 ausländische Staatsbürger auch in öffentlichen Einrichtungen oder der Verwaltung.

Bei der sächsischen Polizei könnten auch Bewerber mit Migrationshintergrund oder Staatsbürgerschaft der für Beamtenstatus zugelassenen Länder für eine Einstellung vorsprechen, sagte Thomas Knaup von der Stabsstelle Kommunikation der Polizei. So können auch Staatsbürger der EU-Länder sowie Norwegens, Liechtensteins und der Schweiz in Deutschland Beamte werden. Wie viele Beamten mit ausländischem Pass dort aktuell ihren Dienst versehen oder einen Migrationshintergrund haben, sei jedoch nicht bekannt. Diese Daten würden nicht erhoben, hieß es.

Auch in der Stadtverwaltung Dresden ist eine genaue Zahl nicht bekannt. Zu den Ämtern, die mindestens fünf Beschäftigten mit Migrationshintergrund hätten, gehörten etwa das Amt für Kultur und Denkmalschutz, der Auszubildendenbereich, das Gesundheitsamt, das Jobcenter, die Ämter für Jugend und Soziales, das Bürgeramt, das Brand- und Katastrophenschutzamt sowie das Schulverwaltungsamt, hieß es.

Auch von den aktuell mehr als 5000 Frauen und Männern, die in Sachsens Jobcentern und Arbeitsagenturen arbeiten, stammen viele aus Syrien, Russland, Polen, Tunesien und Mexiko. Bundesweit haben etwa 16 Prozent der Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit nach eigenen Angaben einen Migrationshintergrund.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren