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Kabinett beschließt Corona-Regeln: Diskussion um Homeoffice

20.01.2021 - Nach dem Corona-Gipfel vom Dienstag legt nun Sachsen die Regeln für die kommenden Wochen fest. Dafür kommt das Kabinett in Dresden zusammen. Die Menschen müssen sich auf einen längeren Lockdown einstellen.

  • Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, steht auf einer Intensivstation. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, steht auf einer Intensivstation. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach den Beratungen von Bund und Ländern am Dienstag will das sächsische Kabinett die neuen Corona-Regeln für Sachsen festlegen. Heute sollen sie der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich bis zum späten Dienstagabend in einer Videoschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Schließlich einigten sie sich laut Beschlusspapier auf einen verlängerten Lockdown bis Mitte Februar und eine Verschärfung der Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und in Geschäften. Demnach sollen dabei künftig OP-Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen mit noch höherem Standard getragen werden - also FFP2-Masken.

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte sich am Rande der Beratungen dafür ausgesprochen: Es müsse keine FFP2-Maske sein, aber ein medizinischer Mundschutz könne helfen. «Das ist ein Cent-Artikel, der mittlerweile überall verfügbar ist.» Zudem appellierte Kretschmer an die Arbeitgeber im Freistaat, mehr Homeoffice zu ermöglichen. «Je mehr Menschen ihre Arbeit von zu Hause erledigen können, desto weniger Kontakte gibt es.» Bund und Länder verständigten sich am Abend darauf, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten künftig das Arbeiten im Homeoffice überall dort ermöglichen müssen, wo es die Tätigkeiten zulassen. Die Regelung soll bis Mitte März gelten.

Die sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) kritisierten hingegen eine mögliche Homeoffice-Pflicht als weder zielführend noch verhältnismäßig. Sie verwiesen darauf, dass viele Unternehmen umfassend in Hygieneschutz am Arbeitsplatz investiert hätten. Zudem erforderten auch viele Büro- und Bildschirmarbeitsplätze eine Präsenzpflicht, um den Betrieb aufrecht zu erhalten.

«Wir haben uns vorgenommen, bis zum 14. Februar, das sind jetzt vier Wochen, sehr konsequent Kontakte runterzufahren und diszipliniert zu sein», erklärte Kretschmer. Nur mit niedrigem Infektionsgeschehen seien Öffnungen wieder möglich. Er appellierte daher an die Menschen, in den nächsten Wochen «mitzumachen». Im Wesentlichen, so Kretschmer, will der Freistaat aber bei seinen Anti-Corona-Maßnahmen wie dem 15-Kilometer-Radius und der nächtlichen Ausgangsbeschränkung bleiben.

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