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Kapitän von «Mission Lifeline» wirbt für Seenotrettung

23.02.2019 - Dresden (dpa/sn) - Der Kapitän des zivilen Rettungsschiffs «Lifeline» hat bei einer Kundgebung in Dresden für die Seenotrettung geworben. «Man versuche mit allen Mitteln, die Seenotrettung von privaten Organisationen wie Mission Lifeline zu unterbinden», sagte Claus-Peter Reisch am Samstag vor rund 80 Menschen. Damit nehme man billigend in Kauf, dass Menschen auf der Flucht sterben. Aufgerufen hatten die Dresdner Hilfsorganisation «Mission Lifeline» und die Initiative «Weltoffenes Loschwitz».

  • Der Kapitän des Rettungsschiffs «Lifeline», Claus-Peter Reisch, spricht auf einer Kundgebung in Dresden. Foto: Oliver Killig © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Kapitän des Rettungsschiffs «Lifeline», Claus-Peter Reisch, spricht auf einer Kundgebung in Dresden. Foto: Oliver Killig © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Reisch und sein Team sollen am 7. April mit dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2019 ausgezeichnet werden. Das Rettungsschiff «Lifeline» saß im Sommer 2018 fast eine Woche auf dem Mittelmeer fest, nachdem es rund 230 Migranten vor Libyen gerettet hatte. Reisch wurde in Malta vor Gericht angeklagt. Solange der Prozess läuft, ist das Schiff laut Hilfsorganisation beschlagnahmt.

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