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Klepsch: Not in Kultur groß

05.02.2021 - Theater und Museen sind seit Wochen geschlossen. Für seine Häuser gleicht der Freistaat Einnahmeverluste aus und hilft der Kultur darüber hinaus - die braucht vor allem Publikum.

  • Barbara Klepsch (CDU), Kulturministerin von Sachsen. Foto: Robert Michael/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Barbara Klepsch (CDU), Kulturministerin von Sachsen. Foto: Robert Michael/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) setzt auf einen Neustart der Kultur ab März. Die Kultureinrichtungen könnten bei entsprechend niedrigen Infektionszahlen schrittweise wieder öffnen, wobei die Theater längeren Planungsvorlauf brauchten, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Ob der Zugang zur Kultur tatsächlich ab 1. März möglich ist, entscheide sich nächste Woche. «Natürlich wäre das auch mein Wunsch, jede kulturelle Begegnung bringt Leben zurück und stärkt den Zusammenhalt.» Nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung für den Freistaat bleiben Museen und Theater bis zum 28. Februar geschlossen.

Klepsch rechnet damit, dass die Häuser weitere finanzielle Unterstützung brauchen. Eine genaue Prognose für 2021 sei noch nicht möglich. «Fest steht, dass Semperoper und Schauspiel die Einnahmeverluste nicht aus eigener Kraft kompensieren können.» Die Einrichtungen seien weit entfernt vom Normalbetrieb, «weil absehbar weniger Besucher kommen können». Und die rund 17 Millionen aus dem Corona-Fonds zum Ausgleich von Einnahmeverlusten und Mehrausgaben 2020 würden «vollumfänglich gebraucht».

Bei nichtstaatlichen Einrichtungen ist das Bild laut Klepsch differenziert und abhängig von Trägerschaft, Förderung und Lage. «Aber die Situation ist in jedem einzelnen Fall schwierig.» Die Nachfrage nach der Härtefall-Unterstützung zeige, «dass die Not groß ist». Dabei wirtschafteten die Häuser auch im zweiten Krisenjahr sehr verantwortungsvoll, um die Verluste so gering wie möglich zu halten.

«Es ist mir sehr wichtig, dass wir nicht nur die Kultur in den großen Städten im Auge behalten, sondern auch Kulturbetriebe im ländlichen Raum», betonte die Ministerin. Die Sehnsucht nach kulturellen Erlebnissen und Begegnungen sei «riesig», daher gelte es, möglichst viel zu erhalten. Sie wünscht sich ein breites Bekenntnis zur gesellschaftlichen Bedeutung der Kultur. «Kultur ist kein Luxus, sondern ein Lebenselixier», sagte die Ministerin. Sie gebe Kraft - «und die werden wir brauchen».

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