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Kretschmer verlangt differenzierte Reaktion auf Wahldesaster

27.05.2019 - Berlin (dpa) - Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat angesichts der Erfolge der AfD in Ostdeutschland eine differenzierte Reaktion seiner Partei verlangt und vor weiterer Spaltung gewarnt. «Die Themen, die in einigen Teilen der alten Bundesländer für einen Höhenflug der Grünen gesorgt haben, haben in den neuen Ländern zu großen Sorgen geführt», sagte er am Montag vor Beratungen der Spitzengremien der CDU in Berlin. Auf die Fragen und Probleme, die mit der EU zu tun haben, habe es zu wenig Antworten gegeben - deswegen habe es auch eine Protestpartei gegeben.

  • Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, verlässt die Wahlkabine. Foto: Robert Michael © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, verlässt die Wahlkabine. Foto: Robert Michael © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Alternative für Deutschland hatte bei der Europawahl vor allem im Osten Deutschlands gut abgeschnitten. In Sachsen und Brandenburg wurde sie stärkste Kraft. Kretschmer, der das Europawahlergebnis einen Schlag für die Union nannte, kämpft darum, dass seine CDU bei der Landtagswahl am 1. September stärkste Kraft bleibt.

In Sachsen sei nun die Aufgabe, zu beweisen, dass in Europa die Probleme der Menschen gelöst würden, sagte Kretschmer. Ohne AfD und Grüne beim Namen zu nennen, sagte er, er sehe mit Sorge, dass zwei politische Kräfte erfolgreich aus der Wahl hervorgegangen seien, die nichts miteinander zu tun hätten. Sie ähnelten sich aber sehr darin, «dass sie nur ihre eigene Position als das Absolute sehen, dass sie nicht fähig sind zu Kompromissen». Das sei nicht gut für Deutschland. Das Land habe immer dann profitiert, wenn es Kräfte gegeben habe, die Kompromisse gefunden hätten.

Eine besondere Strategie für Ostdeutschland sei nicht nötig. Er wünsche sich, dass die Landtagswahl in Sachsen «nicht so eine Bekenntniswahl wird wie diese Europawahl», sagte Kretschmer. Es müsse zusammengeführt und nicht gespalten werden bis zur Landtagswahl.

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