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Land wartet Pfingsten für Entscheidung über Corona-Regeln ab

24.05.2020 - Das Corona-Infektionsgeschehen hat sich in Sachsen zuletzt deutlich abgeschwächt. Über Lockerungen wie in Thüringen wird im Freistaat aber noch nicht nachgedacht.

  • Eine Kellnerin bedient in einem Cafe zwei Frauen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Kellnerin bedient in einem Cafe zwei Frauen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das neue Coronavirus wird in Sachsen derzeit nur noch vereinzelt nachgewiesen. Am Sonntag wurden nach einer Übersicht des Sozialministeriums zehn neue Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie haben sich demnach 5228 Menschen angesteckt, rund 4710 von ihnen gelten inzwischen wieder als genesen. Über einen Wegfall der landesweit gültigen Corona-Schutzvorschriften wird in Sachsen aber noch nicht nachgedacht. Entsprechende Pläne hegt das Nachbarbundesland Thüringen. Sachsen wolle zunächst noch Pfingsten abwarten, sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber am Sonntag.

Von den zehn Kreisen und drei kreisfreien Städten in Sachsen meldeten nur noch der Vogtlandkreis (plus sieben) und der Kreis Zwickau (plus drei) neue Nachweise. Zudem starb im Kreis Zwickau ein weiterer Corona-Patient, so dass die Zahl der Todesfälle in Sachsen auf insgesamt 204 stieg. Die Sterberate liegt bei 3,9 Prozent.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kündigte am Wochenende weitreichende Lockerungen an. Vom 6. Juni an will er auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften verzichten. Stattdessen sollten regionale Maßnahmen abhängig vom Infektionsverlauf getroffen werden.

«Wir haben immer gesagt, dass wir zunächst das Geschehen an Himmelfahrt und zu Pfingsten beobachten wollen», sagte der sächsische Regierungssprecher Schreiber. Erst danach solle entschieden werden, wie es mit den Corona-Regeln weitergehe. Die derzeitige Verordnung des Freistaates gilt bis zum 5. Juni.

In anderen Bundesländern wurden am Wochenende auffällige Häufungen von Coronafällen gemeldet - in Hessen nach einem Gottesdienst und in Niedersachsen nach einem Restaurant-Besuch. Aus dem Fall in einem Lokal in Ostfriesland lassen sich nach Einschätzung des sächsischen Branchenverbands aber keine Rückschlüsse für die gesamte Branche ziehen. «Das ist ein Beispiel, das nicht repräsentativ ist für alle Regionen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Sachsen, Axel Klein, am Sonntag. Zudem müsse in dem Fall erst noch überprüft werden, ob sich die Gäste an die Corona-Regeln gehalten haben.

In Sachsen habe er bisher den Eindruck gewonnen, dass die Wiederöffnung der Gastronomie gut laufe, sagte Klein. «Wir haben Hygienekonzepte, die funktionieren.» Selbst am Himmelfahrtstag, der auch dem Branchenverband im Vorfeld Sorgen gemacht habe, habe das Abstandhalten «im Großen und Ganzen» gut geklappt.

Der FDP-Politiker Torsten Herbst forderte unterdessen eine Ausweitung der Corona-Tests für Beschäftigte in Kitas, Pflegeheimen und medizinischen Bereichen. «Sachsen muss sofort ein Programm starten, das ausnahmslos alle Risikogruppen regelmäßig testet», sagte der Dresdner Bundestagsabgeordnete. Es sei grob fahrlässig, die Lockerung des öffentlichen Lebens nicht mit einer Aufstockung von Tests abzusichern.

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