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Landesschau «Boom» lebt digital fort: Weniger Besucher

15.01.2021 - Wegen der Corona-Pandemie hat die Landesausstellung «Boom» 2020 weit weniger Besucher empfangen als erhofft. Dennoch spricht nicht nur Kulturministerin Klepsch von einem Erfolg. Wer die Schau verpasst hat, kann Teile von ihr bald auch digital erkunden.

  • Fahnen mit dem Logo der Landesausstellung wehen im Wind. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Fahnen mit dem Logo der Landesausstellung wehen im Wind. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach ihrem vorzeitigen Ende erhält die Landesausstellung «Boom» demnächst ein digitales Nachleben. So wird ein 360-Grad-Rundgang der Zentralausstellung erarbeitet. Das aufwendige 3-D-Abbild der Schau werde im Internet zur Verfügung gestellt, sagte der Direktor des Deutschen Hygiene-Museums, Klaus Vogel, am Freitag in einer Online-Pressekonferenz. Die Präsentation «F.I.T. for future» über heutige Arbeitswelten wird nach Angaben von Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) ebenfalls digitalisiert. Darüber hinaus sollen zwei der sechs Begleitausstellungen, die Schauen «AutoBOOM» in Zwickau und «MaschinenBOOM» in Chemnitz, als Sonderausstellungen bis in den Sommer hinein erhalten bleiben.

Die 4. Landesausstellung hat sich im vergangenen Jahr dem Thema «500 Jahre Industriekultur in Sachsen» gewidmet. Wegen der Corona-Pandemie war sie mit zweieinhalb Monaten Verspätung gestartet - der neuerliche Lockdown am Jahresende hatte ihr dann zwei Monate früher als geplant ein jähes Ende gesetzt.

So fehlten der Schau die beiden eigentlich besucherstarken Monate November und Dezember. Mit fast 104 000 Besuchern wertete Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) das Projekt trotz der Turbulenzen als «beachtlichen Erfolg». Die rund 18 Millionen Euro seien eine lohnende Investition gewesen. Eigentlich war allein für die Zentralausstellung mit rund 100 000 Besuchern kalkuliert worden - am Ende waren es nur etwa 26 000. Die Einnahmen seien insgesamt mit rund 135 000 Euro deutlich unter den Prognosen geblieben, hieß es.

Nach Worten Vogels ist es laut Besucherbefragungen gelungen, viele Menschen anzusprechen, die sonst selten in ein Museum oder eine Ausstellung gehen. «Auch das ist ein Erfolg», sagte Vogel, dessen Museum die Landesausstellung federführend geplant hat. Bei den Schülergruppen seien fast die Hälfte der Buchungen aus Oberschulen und Berufsschulen gekommen. Knapp 90 Prozent der Besucher hätten sich zufrieden geäußert und von einem guten bis sehr guten Eindruck gesprochen. Im Schnitt hätten sie zweieinhalb Stunden in der Zentralausstellung zugebracht.

Neben der zentralen Schau im Zwickauer Audi-Bau gab es sechs weitere Präsentationen an authentischen Orten in Chemnitz, Zwickau, Freiberg, Oelsnitz (Erzgebirge) und Crimmitschau. «Die Landesausstellung war und ist ein ganz bedeutender Katalysator für die zukünftige Arbeit aller Schauplätze», betonte der Leiter des Industriemuseums Chemnitz, Oliver Brehm. Es sei nachhaltig in die bauliche Ertüchtigung der Gebäude, die technische Ausstattung und die Konzeption von Ausstellungen investiert worden.

Einen «Quantensprung» in der Standortentwicklung habe sich für das Eisenbahnmuseum in Chemnitz-Hilbersdorf und die historische Tuchfabrik Gebrüder Pfau in Crimmitschau (Landkreis Zwickau) ergeben. So könne das Eisenbahnmuseum Ende März mit seinem nun sehr gut erschlossenen Freigelände, der neuen Dauerausstellung und einem abgestimmten Begleitprogramm in die neue Saison starten. Mit der Modernisierung der Tuchfabrik in Crimmitschau sei es gelungen, aus einem technischen Denkmal eine museale Einrichtung zu machen. Brehm: «Wir haben einen neuen Stern am Museumshimmel in Sachsen.»

Im Kulturministerium wird nun der Blick bereits auf Überlegungen zur nächsten und damit 5. sächsischen Landesausstellung geworfen. Dieses Jahr werde sich eine Arbeitsgruppe mit ersten Ideen hierzu befassen, kündigte Klepsch auf Nachfrage an. Als Zeitpunkt sei das Jahr 2029 im Gespräch.

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