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Linke: Frauen bleiben am Arbeitsmarkt benachteiligt

05.03.2020 - Keine gute Botschaft zum Internationalen Frauentag am Sonntag: Von Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann kann auf dem Arbeitsmarkt vielerorts keine Rede sein. Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.

  • Piktogramme für eine Frau und ein Mann sind an einer Toiletten-Tür angebracht. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Piktogramme für eine Frau und ein Mann sind an einer Toiletten-Tür angebracht. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Sachsen arbeiten viel mehr Frauen als Männer für niedrige Löhne. Ende 2018 verdienten laut Statistik fast ein Viertel (23,1 Prozent) der Frauen mit einem Vollzeitjob weniger als 1805 Euro brutto pro Monat, sagte Sabine Zimmermann, Bundestagsabgeordnete der Linken am Donnerstag, der Deutschen Presse-Agentur. Der Wert gilt in Ostdeutschland als Schwelle des unteren Entgeltbereiches. Bei den Männern waren es nur 13,4 Prozent. Im Erzgebirge lag der Anteil betroffener Frauen sogar bei 35,5 Prozent.

«Frauen sind am Arbeitsmarkt nach wie vor benachteiligt, da hilft kein Schönreden und Relativieren. Es ist nicht akzeptabel, dass so viele Frauen prekär beschäftigt sind und oft weniger verdienen als Männer», sagte Zimmermann. Man brauche Entgeltsysteme, die gleiches Geld für gleichwertige Arbeit garantieren: «Hier muss die Bundesregierung verbindliche Regelungen schaffen. Niedrige Löhne ziehen immer niedrige Renten nach sich. Das bedeutet, dass besonders Frauen von Altersarmut betroffen sind.»

Nach den Worten von Zimmermann - Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik ihrer Partei im Bundestag - müssen insbesondere auch Minijobs in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung überführt werden. Die überwiegend von Frauen verrichteten Jobs können deren Existenz nicht sichern: «Minijobs sind mangels Alternativen in vielen Fällen erzwungene Teilzeitarbeit.» Grundsätzlich müsse deutlich mehr für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie getan werden, zum Beispiel durch bessere Kinderbetreuung in den sogenannten Randzeiten.

Laut Zimmermann arbeiten deutlich mehr Frauen als Männer in Teilzeit. Mitte 2019 waren das sachsenweit 391 608 Frauen und 110 298 Männer. 78 Prozent aller Teilzeitjobs in Sachsen werden von Frauen ausgeübt, erklärte die Politikerin. Auch bei den Minijobs seien Frauen in der Mehrheit. Mitte 2019 gab es in Sachsen 82 893 Frauen und 70 675 Männer, die auf diese Weise entlohnt wurden. Zimmermann hatte die Angaben bei der Bundesagentur für Arbeit erfragt und ausgewertet.

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