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Mann aus Pirna im Missbrauchsfall von Münster angeklagt

15.01.2021 - Im Missbrauchsfall von Münster hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen einen 55-Jährigen erhoben. Dem Mann aus Pirna (Sächsische Schweiz) werden sexueller Missbrauch von Kindern in 14 Fällen, mehrere Fälle von Anstiftung dazu sowie Anschaffung und Besitz von Kinderpornografie vorgeworfen, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Der Deutsche soll sich zwischen August 2015 und September 2019 mehrfach an einem zu den Taten 10- bis 14-Jährigen vergangen haben. Zudem soll er dem Jungen Pornos gezeigt, ihn zu sexuellen Handlungen motiviert und dabei heimlich gefilmt haben.

  • Auf einer Richterbank im Landgericht liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf einer Richterbank im Landgericht liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zwischen Januar und April 2019 soll der Beschuldigte, der seit August 2020 in Untersuchungshaft ist, mehrfach einen neun Jahre alten Jungen missbraucht haben - in zuvor angemieteten Ferienwohnungen in Pirna und Klipphausen (Landkreis Meißen) und «unter Verwendung bewusstseinstrübender Medikamente». Zwei Mal soll ein weiterer Mann dabei gewesen sein, gegen den gesondert ermittelt wird. Den hatte der 55-Jährige laut Anklage Anfang 2019 über das Darknet auch animiert, nach seinen Anweisungen einen anderen Neunjährigen zu missbrauchen, dabei zu filmen und ihm das Material zur Verfügung zu stellen.

Der Pirnaer soll sich zudem mehrfach kinderpornografisches Material besorgt haben, für das ein weiterer Neunjähriger missbraucht wurde. Der Mann hat sich laut Staatsanwaltschaft bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Nähere Angaben dazu und zu dem Angeklagten machte die Behörde nicht. Das Landgericht Dresden muss nun entscheiden, ob es die Anklage zulässt und es zum Prozess kommt.

Münster ist einer von drei großen Missbrauchsfällen in Nordrhein-Westfalen, der im Juni 2020 nach Ermittlungen in einer Gartenlaube ans Licht kam. Im Zuge dessen hatte es in mehreren Bundesländern Festnahmen gegeben, auch in Dresden und Pirna. Im Komplex «Rose» laufen bundesweit Verfahren gegen mindestens 20 Beschuldigte. Ein Mann aus Schleswig-Holstein ist bereits rechtskräftig verurteilt - zu drei Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe.

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